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Basketball: Giants fordern die Übermannschaft heraus

Basketball : Giants fordern die Übermannschaft heraus

Nach der erfolgreichen Qualifikation für die PlayOffs erwarten die Leverkusener ProB-Basketballer morgen in den Dragons Rhöndorf den designierten Meister. Es verspricht, eine Partie mit hohem Unterhaltungswert zu werden.

Das Einzige, was morgen fehlen wird, ist Flutlicht. Stattdessen muss die normale Deckenbeleuchtung herhalten. Ansonsten bietet die Begegnung zwischen den Bayer Giants und den Rhöndorf Dragons (Smidt-Arena, 19.30 Uhr) alle Voraussetzungen für ein waschechtes Basketball-Spektakel: In der blauen Ecke die bereits als Meister der regulären Saison feststehenden Dragons aus Rhöndorf, Topfavorit auf den Aufstieg in die ProA. In der roten Ecke der Herausforderer aus Leverkusen mit zuletzt vier Siegen, dem erreichten Saisonziel "Play-Offs" und vermutlich rund 700 Zuschauern auf den Rängen der Rundsporthalle im Rücken.

"Wir werden absolut alles hergeben, was wir ins uns haben, und dann sollen die Rhöndorfer erst mal sehen, wie sie damit zurechtkommen", verspricht Achim Kuczmann. Der Giants-Trainer sieht seine Mannschaft vor dem Duell mit dem Primus, der von 20 Spielen lediglich zwei verloren hat, erwartungsgemäß in der Außenseiterrolle, rechnet allerdings mit einer engen Partie. "Wir haben schon im Hinspiel bewiesen, dass wir gegen dieses Team mehr als nur mithalten können, das wollen wir jetzt noch mal untermauern."

Im Dezember brachten die Giants die vermeintliche Übermannschaft der ProB-Süd gefährlich ins Taumeln, scheiterten nach überragendem Spiel in den letzten zwei Minuten indes an einer Mischung aus Unerfahrenheit, unglücklichen Pfiffen der Schiedsrichter und der individuellen Qualität der Gastgeber. Den Auftritt am 11. Spieltag betrachtet der Trainer in der Rückblende immer noch als vielleicht bestes Saisonspiel seines Teams. "Wir sind damals ganz unbedarft in die Partie gegangen, und das werden wir auch diesmal tun. Wir haben nichts zu verlieren, wir können das Spiel einfach genießen und sehen, was dabei rausspringt", sagt Kuczmann.

Da auch die Gäste aus Bad Honnef ihr erstes Etappenziel mit Rang eins bereits in der Tasche haben, dürfen sich die Zuschauer wohl auf einen offensiven Schlagabtausch freuen. Tatsächlich scheint ein Sieg für Bayer nicht unrealistisch, sofern der Beweis erbracht wird, dass die Leistung gegen Hanau am vergangenen Samstag nur ein Ausrutscher war. Die 54 Punkte gegen die Hessen markierten den ultimativen Minuswert seit dem Aufstieg vor drei Jahren. "Diesmal wird es anders laufen, da braucht sich niemand Sorgen zu machen", verspricht der Giants-Coach, der gegen Hanau eine leichte Blockade in den Köpfen seiner Spieler ausgemacht hatte. Auch für sein Erfolgs-Duo Josh Parker und Jack Eggleston war der Korb – bedingt durch den offensiv schleppenden Start in die Begegnung und das Erreichen des großen Ziels "Play-Offs" – wie vernagelt. Aber alles dies ist für Kuczmann abgehakt: "Jetzt können wir befreit aufspielen, wir haben überhaupt keinen Druck, genau wie Rhöndorf. Das wird ein hochinteressantes Spiel."

(sl)