Basketball : Giants fahren nur auf drei Rädern

Durch ein verpatztes zweites Viertel unterliegen die Bayer Giants im brisanten Derby den Schwelmer Baskets 68:83 (21:33). Für Trainer Achim Kuczmann bedeutet die erste Heimniederlage nach zuvor drei Siegen indes keinen Rückschlag: "Es gibt keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen."

Achim Kuczmann hatte es unter der Woche bereits kommen sehen. "Wir konnten eigentlich nie vernünftig trainieren. Die halbe Mannschaft hat derzeit mit kleineren und größeren Verletzungen zu kämpfen. Und mit nur drei Rädern kannst du ein Vierradantrieb-Team wie Schwelm eben nicht schlagen", sagte der Coach der Bayer Giants nach der 68:83-(21:33)-Niederlage gegen die Westfalen.

Die Aufholjagd seiner Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt in der ProB gerät nach der Pleite in Dorsten und nun der ersten Heimniederlage nach zuvor drei Siegen mehr und mehr ins Stocken, wenngleich der Abstand auf Rang zehn weiter nur zwei Zähler beträgt. Als Rückschlag will Kuczmann die Partie abgesehen vom Ergebnis aber nicht verstanden wissen. "Ich bin sehr stolz, wie die Spieler trotz ihrer Probleme Woche für Woche auf die Zähne beißen. Wenn das zweite Viertel nicht gewesen wäre, hätten wir auch diesmal eine reelle Chance gehabt", meinte der Giants-Trainer – zu Recht, denn drei Viertel verliefen absolut ausgeglichen.

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Über 1000 Fans in der Arena

Die angesprochenen zweiten zehn Minuten allerdings (3:14) brachten sein Team um alle Chancen. Lediglich Jack Egglestone landete während des zweiten Viertels einen erfolgreichen Versuch von außen. Dem Rückstand liefen die Giants trotz der begeisternden Unterstützung von über 1000 Zuschauern in der Smidt-Arena bis zuletzt hinterher. Ursache für die Niederlage war indes nicht nur die zwischenzeitliche Ladehemmung im Angriff, wo sich Nicolas Welling nach Kräften mühte. Auch die Defensive machte, bedingt durch fehlende Abstimmung infolge schlechter Trainingsbedingungen, gegen die starken Jason Smith, Julius Dücker und Jason Holmes nicht immer den sichersten Eindruck. Auch wenn solche individuell starken Spieler, wie Kuczmann betonte, nie gänzlich auszuschalten seien, machten es die Riesen vom Rhein ihren Gegnern oft schlicht zu leicht, bis zum Korb vorzudringen.

Auf Leverkusener Seite hielten vor allem Till-Joscha Jönke und Casey Robinson unterstützt von Marc Rass ihre Farben so gut es ging im Spiel. "Die vielen Kleinigkeiten, die schon unter der Woche gegen uns gelaufen sind, haben sich heute letztlich zu einem ganzen Nachteilbündel summiert. Jeder hat im Rahmen seiner Möglichkeiten trotzdem das Beste aus sich rausgeholt. Deshalb gibt es keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen", sagt Kuczmann.

Giants: Rass (11), Behrmann (3), Goddek (6), Sadek (2), Jönke (16), Egglestone (3), L. Welling (4), Robinson (17), N. Welling (6), Menden, Fröhlingsdorf.

(sl)