Lokalsport: Genclerbirligi im Aufwind, SSV Lützenkirchen in Abstiegsnot

Lokalsport: Genclerbirligi im Aufwind, SSV Lützenkirchen in Abstiegsnot

Die Hinrundenbilanz fällt in der Kreisliga A gemischt aus. Überzeugen konnte bislang nur der BV Bergisch Neukirchen auf Rang fünf.

Mit Licht und Schatten präsentierten sich die Kreisliga-Fußballer aus dem Leverkusener Raum in der ersten Saisonhälfte. Aufstiegschancen bestehen in dieser Runde nicht, dafür müssen die Kicker vom SSV Lützenkirchen eine deutliche Steigerung auf dem Weg zum Klassenerhalt hinlegen.

Der BV Bergisch Neukirchen ist derzeit als Tabellenfünfter die beste Kreisliga-Mannschaft. Trainer Michael Czok und seine Spieler gehen aber nicht vollends zufrieden in die Pause, wie der Übungsleiter sagt: "Wir wissen, dass wir mehr können. Einige Punkte haben wir leichtfertig liegengelassen. In der Rückrunde wollen wir noch effektiver spielen." Vor allem machte sich das verletzungsbedingte Fehlen der beiden Kapitäne Michael Mollek und Simon Schmitz sowie der lange Verlust von Sebastian Fortyr bemerkbar. "Die Mannschaft hat diese Ausfälle aber gemeinschaftlich gut aufgefangen und wir haben uns für das neue Jahr eine ganze Menge vorgenommen", betont Czok, der noch auf eine verbesserte Platzierung nach oben hin spekuliert.

Genclerbirligi Opladen hat sich mit zuletzt vier Siegen deutlich stabilisiert und geht als Tabellenneunter in die Pause. "Wir haben den Saisonstart leider in den Sand gesetzt. Die letzten sieben Partien verliefen wieder so, wie ich mir das vorstelle", sagt Trainer Toni Diomedes. Im letzten Drittel der Hinrunde steigerten sich die Opladener vor allem in der Abwehr und fuhren so wichtige Siege ein. Inzwischen gibt es sogar ein Polster auf die hinteren Ränge. "Unser Blick geht aber nach wie vor auf Platz fünf", betont Diomedes, der bei fünf Zählern Rückstand noch alles im Bereich des Möglichen sieht und das Erreichen des Saisonziels für realistisch erachtet.

Die meisten Scorer-Punkte in Bezug auf Tore und Vorlagen fuhren die beiden Angreifer Elfat Sinani und Mustafa Uzun ein. Diomedes lobt aber die gesamte Mannschaft: "Wir haben die anfänglichen Probleme als Gruppe in den Griff bekommen und darauf kann man stolz sein."

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Der SSV Lützenkirchen belegt über die kurze Winterpause den drittletzten Rang und hat zwei Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. Trainer Ralf Job sagt: "Wir sind hinter den Erwartungen geblieben, aber so schlecht war die Hinrunde trotzdem nicht." Lediglich in drei Partien hätte sein Team "ganz schwach" gespielt. In vielen anderen Begegnungen sei das SSV-Team mindestens gleichwertig gewesen, nur die Ergebnisse stimmten am Ende laut Job nicht. "Wir haben in den wichtigen Momenten zu viele individuelle Fehler gemacht. Wenn wir das abstellen können, dann bin ich auch optimistisch, dass wir eine wesentlich bessere zweite Saisonhälfte spielen werden", betont der Coach, der Henrik Schilling, Danny Buchwald, Viktor Ergardt und Robin Seinsch mit konstant starken Leistungen besonders positiv hervorhebt.

Neben der Anzahl an persönlichen Fehlern geht es Job auch um die Erhöhung der Disziplin. Einige Rote Karten seien aus seiner Sicht absolut unnötig gewesen. So könne man Spiele nicht erfolgreich zu Ende bringen.

Positiv ist in jedem Fall aber auch die Tatsache, dass in der Pause kein Spieler den Verein verlassen wird. Dazu hat Job Kontakt zu potenziellen Verstärkungen aufgenommen und hofft, in den kommenden zwei Wochen Vollzug vermelden zu können. Noch wird auf die Freigabe der abgebenden Vereine gewartet.

Info In der morgigen Ausgabe folgt der Rück- und Ausblick auf die A-Ligisten aus dem Kreis Köln.

(RP)