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Basketball: Furiose Giants zwingen die Drachen in die Knie

Basketball : Furiose Giants zwingen die Drachen in die Knie

Beim 81:74-(49:31)-Erfolg über Tabellenführer Rhöndorf steigert sich Achim Kuczmanns Team zu seiner bislang besten Saisonleistung.

Irgendwann war die Spannung kaum noch auszuhalten. Für den Großteil der rund 700 Zuschauer in der Smidt-Arena, sofern sie es mit der Heimmannschaft hielten, zog sich die auf der Anzeigetafel ausgewiesene verbleibende Spielzeit derart quälend lange hin, dass sogar der Eindruck entstand, die Uhr wäre stehengeblieben. Das hatte freilich in erster Linie mit dem knappen Spielstand zu tun.

Die meiste Zeit des Abends hatte alles nach einem klaren Sieg ihrer Bayer Giants gegen den großen Aufstiegsanwärter Rhöndorf ausgesehen. Doch die Dragons, bereits als Vorrunden-Meister feststehend, sahen sich zu Beginn des letzten Viertels auf einmal an ihrer Ehre gepackt und kämpften sich Punkt für Punkt zurück ins Spiel. "Am Schluss haben alle in der Halle ganz schön kräftig gezittert. Das hat schon sehr ans Hinspiel erinnert, auch da hatten wir teilweise 18 Punkte Vorsprung, und am Ende hat Rhöndorf gejubelt", sagte Achim Kuczmann.

Diesmal allerdings waren die Rollen vertauscht, diesmal siegten der Giants-Coach und sein Team gegen den ProB-Primus, am Ende standen nicht nur die Fans der Riesen Kopf, sondern auch die wild umherspringenden Gestalten in den Bayer-Trikots. Dabei resultierte der verdiente 81:74-(49:31)-Erfolg der Riesen vom Rhein, den Kuczmann als bestes Saisonspiel adelte, aus einer furiosen ersten Halbzeit und der Nervenstärke im Schlussabschnitt. Allein in den letzten 30 Sekunden verwandelten die Giants durch Matthias Goddek, Jack Eggleston und Josh Parker sechs Freiwürfe, so dass die bisweilen spektakuläre Aufholjagd des Favoriten ungekrönt blieb.

"Alle sind einfach nur froh und super zufrieden, dass es diesmal geklappt hat", gab Kuczmann einen kurzen Einblick in seine Trainer-Gefühlswelt. Die letzten zehn Minuten, in denen es schien, als könnte Rhöndorf angeführt von den starken Nick Larsen und Florian Koch die Begegnung der zuletzt viermal siegreichen Teams noch drehen, sieht Leverkusens Coach — wie schon das letzte Spiel gegen Hanau — als Beweis für den weit fortgeschrittenen Entwicklungsprozess seines Teams. "Man spürt, dass die Jungs jetzt viel mehr gefestigt sind als in der Hinrunde. Als es hart auf hart kam, haben wir die Freiwürfe getroffen und die ganz wichtigen Punkte gemacht. Das zeigt, dass wir mindestens zwei Schritte nach vorne gemacht haben."

Zu den Gesichtern dieses Fortschritts zählen indes nicht nur die auch am Freitag wieder alles überragenden US-Boys Parker und Eggleston, sondern auch Götz Twiehoff (15 Punkte/ 14 Rebounds), der zu Saisonbeginn eher blass daherkam, sich kurz vor Beginn der K.o.-Runde aber immer mehr in den Mittelpunkt spielt.

Giants: Rass (12), Goddek (8), Twiehoff (15), Parker (26), Eggleston (20), Behrmann, Legankovas, Kuczmann, Brüggemann.

(RP/ac)