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Football: Amon-Ra St. Browns erster Touchdown bringt Detroit Lions den Sieg

Erfolgserlebnis in der NFL : Amon-Ra St. Browns erster Touchdown bringt Detroit den Sieg

Der Wide Receiver mit Leverkusener Wurzeln avanciert in der NFL beim 27:23-Sieg der Detroit Lions gegen die Minnesota Vikings zum Helden des Spiels und grüßt seine Fans in Deutschland.

Amon-Ra St. Brown konnte sein Glück kaum fassen. Endlich konnte der Wide Receiver mit Leverkusener Wurzeln nach dem 27:23 gegen die Minnesota Vikings den ersten Saisonsieg der Detroit Lions feiern. Vor allem aber hatte er selbst die ausgelassene Feier in der „Motor City“ mit einer famosen Leistung erst möglich gemacht – inklusive eines entscheidenden Fangs in letzter Sekunde. „Mein erster Touchdown und mein erster Sieg in der NFL. An diesen Tag werde ich mich noch lange erinnern“, beschrieb der Passempfänger sein Glück.

Bei nicht nur einer Gelegenheit musste er schildern, wie sich der entscheidende Spielzug für ihn angefühlt hatte. Elf Yards fehlten bis zur Endzone, bei nur noch vier Sekunden Spielzeit. „Ich habe gemerkt, dass ich überraschend viel Abstand zu den Verteidigern habe“, sagte er. St. Browns erwartungsvoller Blick zu Quarterback Jared Goff verfehlte seine Wirkung nicht. Als der Ball in der Luft war, fühlte sich die Wartezeit für den Receiver wohl extrem lang an, doch dann lag das Leder in seinen Armen. Der jüngste Bruder von Equanimeous St. Brown (Green Bay Packers) ging zu Boden und wehrte sitzend und den Ball umklammernd alle Versuche der Gegenspieler ab, ihn zum Loslassen zu zwingen.

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St. Brown verschwand postwendend in einer Traube feiernder Teamkollegen – und auch nach der Partie waren alle Beteiligten begeistert, sobald es um den jungen Deutsch-Amerikaner ging. Goff benutzte beinahe schon inflationär den umgangssprachlichen Ausdruck „stud“. Der bedeutet übersetzt „Hengst“ und wird im Football häufig zur Adelung herausragender Spieler einer Partie verwendet.

Seit einigen Wochen hätten er und Trainer Dan Campbell alles getan, St. Brown häufiger anzuvisieren. „Heute hat sich das ausgezahlt. Es geht nur darum, ihn einzubeziehen, ihm den Ball mit etwas Raum zu geben, und was er dann damit anstellt“, sagte Goff. Als Beispiel erinnerte sich der Quaterback an eine Szene, in der Amon-Ra St. Brown einen Gegenspieler per Hürdensprung überwunden hatte: „Er ist ein Freak und kann eine Menge tun.“

Am Ende standen für den Helden des Spiels zehn gefangene Pässe für 86 Yards Raumgewinn, zwei Yards aus einem Laufspielzug und natürlich der Touchdown ins Lions-Glück in der Bilanz. In der Pressekonferenz vergaß er auch nicht die Fans, die in Leverkusen und ganz Deutschland mit ihm gefiebert hatten. „Ich liebe euch!“, versicherte er auf Deutsch.

Weiter geht es für ihn und die Lions am Sonntag mit dem Spiel bei den Denver Broncos, während Bruder Equanimeous und seine am vergangenen Wochenende spielfreien Packers am Montag die Chicago Bears empfangen.