Handball : Erleichterung bei den Elfen

Durch ein verdientes 29:26 gegen Frankfurt/Oder sichern sich die Leverkusener Bundesliga-Handballerinnen ihren ersten Heimsieg der Saison. Dabei zeigten sich drei Neu-Elfen dem Publikum, von denen aber nur zwei ein erfolgreiches Heimdebüt geben durften.

Nach dem Erfolg in Koblenz haben Bayers Handballerinnen im dritten Heimspiel auch den ersten Saisonsieg in eigener Halle feiern können. Mit 29:26 (17:13) bezwangen die Elfen nicht irgendwen, sondern die ambitionierte Mannschaft des FHC Frankfurt/Oder.

Dabei bekamen die Fans des Teams von Trainerin Heike Ahlgrimm gleich drei neue Gesichter zu sehen: Die unter der Woche verpflichtete 19-jährige Dänin Kristina Loncar gehörte zwar schon zum Kader der Elfen, musste sich jedoch mit der Rolle einer Zuschauerin begnügen. Dafür kamen erstmals die Münch-Zwillinge, die vom TV Beyeröhde zu den Leverkusenerinnen gestoßen sind, zum Einsatz. Sandra Münch stand überraschend sogar in der Startformation. Sie vertrat in der Anfangsphase auf Rechtsaußen die verletzte Denisa Glankovicova, die mit einer Bizepssehnenblessur vermutlich zwei Wochen ausfallen wird, und steuerte den Treffer zum 5:2 zum Sieg bei.

Als taktisch umgestellt wurde und stattdessen Marlene Zapf Münchs Position einnahm, gab es trotzdem weiterhin Grund zur Freude für die Familie. Denn eingewechselt wurde für Sandra ihre Schwester Mandy, die im Rückraum Mitte gleich die erste Chance nutzte (zum 13:11) und später noch einen weiteren Treffer markierte. "Es war ein tolles Gefühl, auf dem Feld zu stehen", sagte das Duo hinterher, das andeutete, weshalb Leverkusen den Kooperationspartner Beyeröhde darum gebeten hat, die Zwillinge per Zweitspielrecht einsetzen zu können.

Sie hatten durchaus ihren Anteil daran, dass der FHC (mit Ex-Elfe Anne Jochin) trotz seines starken Rückraums nur ganz schwer in die Partie fand und zu keinem Zeitpunkt führte. "Ich freue mich sehr. Der erste Heimsieg war wichtig", sagte eine merklich erleichterte Heike Ahlgrimm, die dem Nachlassen in der Schlussphase, als die Gäste von sieben bis auf zwei Tore herankamen, keine große Bedeutung beimaß: "Da haben ganz einfach unsere Kräfte etwas nachgelassen." Dass Bayer die Punkte nicht nur gut gebrauchen kann, sondern sich auch hochverdient sicherte, räumte auch Jochin ein, die gegen ihre Ex-Kolleginnen achtmal traf. So viele Treffer erzielte auch Zapf als beste Schützin bei den Elfen.

Für das Ahlgrimm-Team geht es am Sonntag in der Liga weiter. Dann führt die Reise an den Fuß der Schwäbischen Alb zum Ligaspiel bei Frischauf Göppingen. Bis dahin wissen die Elfen schon, welcher Gegner sie im Europapokal erwartet. In jedem Fall wird es ein Team aus einer Urlaubsregion sein. Um das Recht, gegen die Elfen anzutreten, spielen am Wochenende die Türkinnen von Izmir und die Schweizerinnen von Winterthur.

Bayer: Hagel, Salamakha — Zapf (8/2), Egger (4), Adams, Hilster, Naidzinavicius (4/2), Steinbach (6/2), Seidel, Jörgens (2), S. Münch (1), Comans (2), M. Münch (2), Loncar (nicht eingesetzt).

(kre)