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Equanimeous St. Brown von den Green Bay Packers muss sich gedulden

NFL : Am Knie verletzt – „EQ“ muss sich erneut gedulden

Der Football-Profi mit Wurzeln in Leverkusen hat auch das zweite Saisonspiel seiner Green Bay Packers verpasst. Equanimeous St. Brown fällt mindestens drei Wochen aus.

Nur zu gerne wäre Equanimeous St. Brown der erste Deutsche mit einem Offensiv-Touchdown in der Profi-Liga NFL geworden. Aber diesen Meilenstein sicherte sich nun Jakob Johnson, Linebacker (Ballträger) bei den New England Patriots. Besonders schade aus Sicht des jungen Wide Receivers (Passempfängers) mit Wurzeln in Leverkusen war dabei, dass er am Wochenende nicht die Möglichkeit bekam, dem Stuttgarter zuvorzukommen. Wie schon in Woche liefen seine Green Bay Packers ohne ihn auf.

Darum dürften selbst die beiden Siege seiner Teamkollegen (bei den Minnesota Vikings und gegen die Detroit Lions) nur ein schwacher Trost gewesen sein. Vor allem muss sich St. Brown mit der Rolle des Zuschauers erst einmal begnügen. Weil ihn die Packers wegen einer Knieblessur und der darum verpassten Trainingseinheit auf die sogenannte Injured-Reserve-Liste setzten, muss „EQ“ nun mindestens drei Wochen pausieren.

Bereits das Auftaktspiel verpasste er, weil er – etwas überraschend – nicht zum Spieltagsaufgebot gehörte. Insgesamt wartet St. Brown nun schon seit etwas mehr als einem Jahr. In der Vorbereitung auf die vorige Spielzeit zog er sich eine schwere Knöchelverletzung zu und verpasste die komplette Saison.

Dementsprechend viel hatte sich der 23-jährige Sohn einer Hitdorferin und eines preisgekrönten amerikanischen Bodybuilders für den dritten Anlauf in der NFL vorgenommen. Mehr gefangene Pässe, mehr Raumgewinn und natürlich möglichst viele Touchdowns sollten es werden. Nun muss er erst einmal bangen, dass aus der kurzen Zwangspause nicht schon wieder ein Saison-Aus resultiert.

Für St. Brown sprechen die vielen Komplimente, die er vor dem Saisonstart von Star-Quarterback Aaron Rodgers, General Manager Brian Gutekunst und Coach Matt LaFleur erhielt. Zweifel sät bei den Experten die Tatsache, dass St. Brown den Start verpasst und unterdessen seine Konkurrenten auf der Receiver-Position schon abgeliefert haben, wobei anders als in Minnesota gegen Detroit keiner der Packers-Passempfänger dreistelligen Raumgewinn erzielen konnte oder einen Touchdown zum Sieg beisteuerte. Zur Erinnerung: Beim Erfolg bei den Vikings hatten neben der ersten Anspielstation Davante Adams (zwei Touchdowns) auch Marquez Valdes-Scantling und Allen Lazard Punkte erzielt.

Das kann St. Brown frühestens Mitte Oktober im Spiel bei den Tampa Bay Buccaneers um Quarterback-Legende Tom Brady gelingen. Seine Hoffnung liegt darauf, dann endlich wieder mit von der Partie zu sein. Schließlich hat er sich eine Menge vorgenommen – persönlich wie mit dem Team, mit dem er in diesem Jahr nicht weniger als den Super Bowl gewinnen möchte.