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Equanimeous St. Brown und Green Bay schlagen die Los Angeles Rams klar

Football : „EQ“ und Green Bay stehen vor Endspieleinzug

Der Football-Profi mit Wurzeln in Leverkusen schlägt mit seinen Packers die Los Angeles Rams deutlich mit 32:18. Die erste Superbowl-Teilnahme ist zum Greifen nah.

Am Sonntag werden Football-Fans in Deutschland wieder den Green Bay Packers die Daumen drücken. Der Grund dafür heißt Equanimeous St. Brown. Er ist einer der Wide Receiver (Passempfänger) des Teams, das nun nur noch ein Sieg von der Teilnahme am Superbowl trennt. Mit einem 32:18 gegen die Los Angeles Rams qualifizierten sich der Deutsch-Amerikaner mit Wurzeln in Leverkusen und sein Team für das Conference Final gegen die Tampa Bay Buccaneers um ihren Star-Quarterback Tom Brady. Und an diesem jüngsten Erfolg hatte auch „EQ“ seinen Anteil.

Über einen Spielmacher mit einer besonderen Aura verfügen auch die Packers: Aaron Rodgers. Gegen die Rams warf besagter „ARod“ früh in der Partie das „Ei“ zwei Mal in St. Browns Richtung. Beim ersten Mal gelang es dem Receiver nicht, sich den Pass zu sichern. Der war zwar nicht ganz akkurat und etwas in den Rücken geworfen, aber durchaus fangbar. Deshalb brachte der Fehlversuch dem Receiver auch ein leichtes Kopfschütteln des Quarterbacks ein. Dass er dennoch dessen Vertrauen genießt, bewies der übernächste Spielzug.

Wieder passte Rodgers auf St. Brown – und diesmal hielt der den Ball nicht nur fest, sondern sorgte gleich auch noch für einige Extra-Meter nach dem Fang. 27 Yards Raumgewinn sprangen insgesamt heraus und erst vier Yards vor der gegnerischen Endzone gelang es Rams-Safety Jordan Fuller, den 24-Jährigen zu Boden zu bringen. Zwar klappte es trotz dieser glänzenden Ausgangssituation anschließend nicht mit dem erhofften Touchdown. Aber immerhin leistete „EQ“ die Vorarbeit für die ersten drei Punkte der Packers. Kicker Mason Crosby erzielte sie mit einem aus dieser Distanz nicht mehr sonderlich schwierigen Field Goal.

Insgesamt stand der Sohn der Hitdorferin Miriam Steyer bei 32 der 75 Offensiv-Spielzüge von Green Bay auf dem Feld, wurde nach diesen zwei Szenen im ersten Viertel aber nicht mehr angeworfen. Damit bleibt er weiter Receiver Nummer vier seines Teams hinter Star-Passempfänger Davante Adams (9 gefangene Bälle gegen die Rams, ein Touchdown) sowie Allen Lazard (vier Fänge, ein Touchdown) und Marquez Valdes-Scantling (vier Fänge) – was sicher teilweise auch der Tatsache geschuldet ist, dass ihm eine Knieverletzung die ersten sechs Saisonspiele kostete.

Umso schöner für St. Brown, dass er nun auch in der entscheidenden Phase der Spielzeit regelmäßig die Chance bekommt, seinen Beitrag zu leisten. Seinen ersten Traum – einen Touchdown zu erzielen – hat sich St. Brown im vorletzten Spiel der regulären Saison erfüllt. Und die nächsten Wünsche sind bereits zum Greifen nah: die Teilnahme am Superbowl und der Erfolg im Endspiel.

Beides trauen Experten den Packers zu. Und gegen die Buccaneers sind sie als bestes Team ihrer Conference Gastgeber und dürfen so im heimischen Lambeau Field antreten, in dem gegen die Rams bereits wieder wenige Fans kommen durften.

Die Favoritenrolle ist für Sonntag (21.05 Uhr) klar verteilt. Aber die Packers sind gewarnt. In dieser Saison haben sie schon einmal gegen das Team des sechsfachen Superbowl-Siegers Tom Brady gespielt und 10:38 verloren. Dieses Spiel fand allerdings im Oktober in Florida statt – und nicht im Winter im frostigen Green Bay, wo Gegner aus wärmeren Gefilden häufig Probleme mit der Kälte haben.

„EQ“ hat sich an die Bedingungen gewöhnt und seinen bislang einzigen NFL-Touchdown Ende Dezember auf Schnee im Lambeau Field erzielt.