Lokalsport: Elfen verstärken sich mit Schweizer Toptalent Hodel

Lokalsport : Elfen verstärken sich mit Schweizer Toptalent Hodel

Die Bundesliga-Handballerinnen des TSV Bayer 04 haben mit einem Transfer für Aufsehen gesorgt: Zur Saison 2018/19 wird die 19-jährige Schweizerin Xenia Hodel die Elfen verstärken. Sie wechselt vom derzeitigen Schweizer Erstliga-Tabellenführer Spono Eagles Nottwil unters Bayer-Kreuz und unterzeichnet einen Vertrag für zwei Jahre. Hodel ist eine der begehrtesten Juniorenhandballerinnen Europas.

"Ich freue mich sehr, dass sich Xenia für uns entschieden hat. Sie ist sehr schnell, stark im Eins-gegen-Eins und schließt konsequent ab. Zudem setzt sie ihre Mitspielerinnen gekonnt in Szene", sagt Trainerin Renate Wolf. Ein gewichtiger Grund für ihren Wechsel ins Rheinland dürfte allerdings sein, dass sie im Sommer bei der Bayer AG eine Ausbildung im Büromanagement beginnen will. "Ich komme in eine gesunde Mischung aus erfahrenen und jungen, hungrigen Spielerinnen, die alle hochmotiviert sind", sagt die Linkshänderin, deren angestammte Position der rechte Rückraum ist. "Ich denke, dass ich unter Renate Wolf viel lernen werde."

Zur Rückrunde der Bundesliga hatte sich die Elfen-Trainerin mehr Konstanz gewünscht - mit Erfolg. Zwei Siege gegen Bietigheim und Nellingen stehen nach den ersten beiden Spieltagen der zweiten Halbserie für die Elfen in der Bilanz. Das gelang indes auch bereits in der Hinrunde mehrfach - bis im verflixten dritten Spiel die Mini-Serie schon wieder riss. Das soll diesmal anders sein. Ein Sieg morgen Abend gegen den Vorletzten Bensheim/Auerbach (16 Uhr, Ostermann-Arena) ist fest eingeplant.

"Ein Spaziergang wird das nicht", sagt Wolf. Wenn nicht die Tabelle, so untermauert doch zumindest die Ergebnisliste die mahnenden Worte. Denn zu den wenigen Erfolgserlebnissen des Gegners gehören ein Sieg gegen Metzingen und ein Remis gegen Bietigheim - zwei ausgemachten Top-Teams. Gegen Dortmund waren die von Ex-Elfe Heike Ahlgrimm trainierten "Flames" bei zwei Niederlagen insgesamt nur um drei Tore schlechter.

Auch die Leverkusenerinnen bekamen gleich zweimal - jeweils auswärts in der Liga wie im Pokal - den Eindruck, wie unangenehm Duelle mit Bensheim/Auerbach sein können. "Das waren hart umkämpfte Spiele", sagt Wolf. Wer diesen Gegner nicht ernst nehme, sei selber schuld. "Wir müssen dringend schauen, dass wir in der Offensive weniger einfache Fehler machen", fordert Wolf mit Blick auf Verbesserungspotenziale in ihrem Team. Die kleinen Patzer hatten die Partie in Nellingen knapper enden lassen als unbedingt nötig.

Zusätzlich zum Personalstand der Vorwoche - Nationalspielerin Jennifer Rode fällt nach wie vor aus - muss die Leverkusener Trainerin gegen Bensheim/Auerbach auch auf ihre erkrankte Torfrau Branka Zec verzichten. In Katja Kramarczyk hat sie aber eine hochkarätige zweite Torfrau im Kader. Damit die Elfen auf dem Weg zum dritten Sieg in Folge die nötige Unterstützung erhalten, hofft Wolf auf eine ordentliche Kulisse in der Ostermann-Arena.

(kre)
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