Handball : Elfen siegen mit Schalk im Nacken

Beim 39:27-Erfolg gegen Trier treffen alle Feldspielerinnen, auch die Torhüterinnen zeigen eine starke Leistung. Schon zur Pause ist die Partie entschieden, so dass auch die Nachwuchs-Elfen ran dürfen.

Kristina Loncar saß der sprichwörtliche Schalk im Nacken. Für das obligatorische Verabschieden der Teams reihte sich die junge Dänin in Diensten von Bayers Handballerin zunächst spontan in die Reihe des Gastes aus Trier ein. Schelmisch grinsend nahm sie die Verwirrung der Teamkolleginnen zur Kenntnis, als sie mit diesen abklatschte. Das war nur eine von zahlreichen Szenen, in denen sich nach dem deutlichen 39:27-Erfolg über die Miezen die Erleichterung und Hochstimmung der siegreichen Elfen äußerten.

"Wir hatten heute alle richtig Spaß. Und das war wichtig", betonte denn auch Trainerin Heike Ahlgrimm. Sie konnte sich nach etwas holprigem Beginn (3:5, 9:7) und einer Auszeit beim Stande von 11:10 schnell ein wenig entspannen. Egal, was Trier in der Defensive versuchte, von der Angriffswucht der in Fahrt gekommenen Leverkusenerinnen wurden die Gäste geradezu überrollt. 21:14 lautete das Resultat bereits zur Pause.

Und so ging es munter weiter: 25:15, 30:18 lauteten die Zwischenstände. Das eröffnete Ahlgrimm schnell die Gelegenheit, auch den jungen Spielerinnen wie Anna Seidel, Pia Adams (der per Siebenmeter zum ersten Tor verholfen wurde, dem noch ein zweites aus dem Feld folgte) oder eben Loncar Einsatzzeiten zu gönnen. Die Dänin erwies sich dabei als echte Bereicherung, war an zahlreichen feinen Spielzügen beteiligt und zeigte sich entschlossen im Abschluss.

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"Sie hat zwar noch einigen Rückstand, konnte aber heute zeigen, weshalb sie für uns noch Gold wert sein wird", lobte Ahlgrimm den feinen Auftritt des Neuzugangs. Sehr gefreut habe sie diese Leistung, nicht jedoch überrascht. Schließlich sei Loncar ihrer Stärken wegen verpflichtet worden – nicht zuletzt, um Laura Steinbach zu entlasten.

Beim Sieg gegen Trier gelang das schon mal hervorragend, erzielte Loncar doch sogar einen Treffer mehr als die Nationalspielerin. Bemerkenswert war ohnehin die Ausgeglichenheit der Leverkusenerinnen, die sich ohne Ausnahme entweder (sofern Keeperinnen) durch einige Paraden auszeichneten oder (sofern Feldspielerinnen) in die Torschützenliste eintrugen. Eine Elfe stach heraus: Marlene Zapf gelang in der Offensive fast alles, elf Treffer verliehen dem Ausdruck.

(kre)