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Lokalsport: Elfen mit spektakulärem Jahresabschluss

Lokalsport : Elfen mit spektakulärem Jahresabschluss

Trainerin Renate Wolf konnte nach dem Spiel gegen die Bad Wildungen Vipers rundum zufrieden sein. Ihr Team siegte 36:26 (17:14) und zeigte im letzten Spiel des Jahres eine starke Leistung. Anne Jochin feierte zudem ihr Comeback.

Verwöhnt haben Bayers Handballerinnen ihr Publikum in der heimischen Smidt-Arena in dieser Spielzeit nun wahrlich nicht. Darum wären die Fans der Elfen gegen die Bad Wildungen Vipers wohl auch mit jeder Art von Sieg zufrieden gewesen. Mit einem einfach nur versöhnlichen Jahresabschluss begnügte sich das Team von Renate Wolf beim 36:26 (17:14)-Erfolg jedoch nicht. Sie boten vor großer Kulisse ein echtes Spektakel mit allem, was zu einem gelungenen Handball-Abend dazugehört: reichlich Spannung und eine erfolgreiche Aufholjagd (nach schwachem Start) vor der Pause, starke Abwehr, Glanzparaden, Tempospiel, feine Angriffe und ein rundum überzeugender Auftritt danach.

Eine weitere Zutat machte den Abend zum Jahresabschluss aber zu etwas ganz Besonderem: Als Trainerin Renate Wolf im zweiten Durchgang Anne Jochin aufs Feld schickte, steigerte das die ohnehin schon gute Stimmung. Sie war sogar noch steigerungsfähig, wie sich zeigte, als das Rückraum-Ass die gute Leistung beim Comeback nach neun Monaten Zwangspause mit einem Treffer krönen konnte. "Das war eine tolle Sache. Jochi hat sich gut eingefunden. Wir müssen nun sehen, dass wir sie vorsichtig wieder heranführen. Ich bin sicher, dass sie so schon bald wieder ihre Topform erreicht", betonte die Chef-Elfe.

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Bei aller verständlichen Freude über das Saisondebüt der einen Leistungsträgerin, deren Kreuzbandriss die Leverkusenerinnen Ende März schwer getroffen hatte, vergaß Wolf jedoch nicht Kim Naidzinavicius. Die Nationalspielerin zeigte sich gänzlich unbeeindruckt vom Achtelfinal-Aus bei der WM und hatte mit einer beeindruckenden Leistung maßgeblichen Anteil am Erfolg gegen die Vipers, die dem Angriffswirbel und hohen Tempo der Leverkusenerinnen nach der Pause nicht mehr gewachsen schienen. "Sie hat ein richtig geiles Spiel gemacht", schwärmte die Übungsleiterin. Naidzinavicius Leistung nur am Dutzend eigener Treffer festzumachen, sei zu wenig. Sie überzeugte auch als Ballverteilerin und Vorbereiterin sowie in der Verteidigung.

Nach der WM-Pause zeigte sich eine ganze Reihe von Elfen bereits wieder (oder weiterhin) in glänzender Form. Wichtiger noch war Wolf aber, dass sich ihre Schützlinge als gut funktionierendes Kollektiv präsentierten. Das zeigte sich sogar noch, als kräftig durchgewechselt wurde. Denn dem Spielfluss schadete das sichtbar nicht. So legten die Leverkusenerinnen zum Abschluss des Jahres die Messlatte für 2016 hoch. Dem gewachsenen Anspruch wollen (und sollten) sie schon am morgigen Sonntag im Auswärtsspiel bei Aufsteiger Rosengarten-Buchholz wieder gerecht werden.

Elfen: Centini, Fehr, Gaiovych - Seidel (1), Heldmann (2), Glankovicova (1), Adams (2), Karolius (5), Naidzinavicius (12/6), Ruthenbeck, Berndt (2), Jochin (1), Janouskova, Adeberg (1), Schilk (4), Rode (5).

(kre)