Handball: Elfen mit kühlem Kopf in den Hexenkessel

Handball : Elfen mit kühlem Kopf in den Hexenkessel

Renate Wolf und Frankfurt an der Oder – das ist nicht eben eine Liebesgeschichte. In der Vergangenheit wurde die Trainerin von Bayers Handballerinnen bei den Auswärtsspielen in Brandenburg in überhitzter Atmosphäre mehrfach Opfer von Anfeindungen und Ziel geworfener Gegenstände.

Renate Wolf und Frankfurt an der Oder — das ist nicht eben eine Liebesgeschichte. In der Vergangenheit wurde die Trainerin von Bayers Handballerinnen bei den Auswärtsspielen in Brandenburg in überhitzter Atmosphäre mehrfach Opfer von Anfeindungen und Ziel geworfener Gegenstände.

Dennoch ist der Frontfrau der Elfen nicht bange vor den 60 Spielminuten beim heutigen Bundesliga-Duell in der Brandenburghalle zu Frankfurt (Anwurf: 16 Uhr). "Davon lasse ich mich nicht beeindrucken. Und auch das Team bereite ich entsprechend vor", betont Wolf. Die Vorgabe ist klar: Die Elfen sollen im Hexenkessel stets einen kühlen Kopf bewahren. Zeit genug für mahnende Worte in dieser Hinsicht bietet die Anreise zum Auswärtsspiel. Sie ist die weiteste in der Liga für die Leverkusenerinnen: Sieben Stunden sind sie mit dem Bus unterwegs — wenn denn alles glattgeht.

Taktisch setzt Bayer beim punktgleichen Verfolger auf konzentrierte Verteidigung — auch und gerade gegen den gefährlichen Rückraum des FHC — und daraus resultierende erfolgreiche Schnellangriffe sowie die Etablierung des in der Liga durchaus gefürchteten Tempospiels der Elfen. Beim Saisonauftakt im Sommer hakte es in jeglicher Hinsicht. Vorne ließen Wolfs Schützlinge beim enttäuschenden 30:34 vor eigenem Publikum zu viele Chancen ungenutzt. Hinten bekamen sie Friederike Gubernatis (neun Tore), Christine Beier und Franziska Mietzner (je sechs Tore) nie in den Griff. Das soll diesmal deutlich besser werden.

Allerdings müssen die Elfen in der Verteidigung nicht nur weiter auf Routinier Joyce Hilster verzichten. Auch Junioren-Nationalspielerin Kim Naidzinavicius — bislang bei allen Schwächen im Vorwärtsgang eine feste Größe in der Verteidigung — muss wegen einer Nierenbeckenentzündung passen. Weiter im Krankenstand befindet sich auch Anne Krüger, die über zehn Monate nach dem Kreuzbandriss weiter auf ihr Comeback warten muss.

(kre)
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