Lokalsport: Elfen melden sich eindrucksvoll zurück

Lokalsport : Elfen melden sich eindrucksvoll zurück

Im Kampf um den internationalen Wettbewerb feiern Leverkusens Bundesliga-Handballerinnen in Neckarsulm einen 30:23-Erfolg. Zivile Jurgutyte und Kim Berndt steuern jeweils sechs Treffer zum Sieg bei.

Auf die überraschende Heimniederlage gegen den VfL Oldenburg fanden Bayers Handballerinnen die richtige Antwort. Mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg bei der Neckarsulmer Sport-Union melden sich die Elfen wieder zurück im Rennen um die Europapokalplätze. Rund 900 Zuschauer in der Ballei-Sporthalle verloren beim 30:23 (14:9)-Erfolg der Gäste schon früh die Hoffnung auf eine Überraschung der Autostädterinnen.

"Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden", sagte Trainerin Renate Wolf. Auch Teammanagerin Jutta Ehrmann-Wolf bescheinigte dem Team eine "sehr überzeugende Vorstellung". Die Leverkusenerinnen kamen schnell auf Betriebstemperatur, führten früh mit 6:3 und hielten diesen Drei-Tore-Vorsprung nicht nur, sondern bauten das Polster bis zur Pause auf fünf Treffer aus. Noch deutlicher wurde die Partie nach dem Seitenwechsel. Eine 4:1-Serie schraubte das Ergebnis nach fünf Minuten im zweiten Durchgang auf 18:10 - spätestens da war das Spiel zugunsten der Elfen entschieden.

Neckarsulm kam nicht mehr in Schlagdistanz: Der Abstand blieb stets bei mindestens sechs und maximal zehn Toren. Das lag auch daran, dass sich die Kräfte aus der zweiten Reihe, denen Wolf mehr Spielanteile als üblich gewährte, hervorragend ins funktionierende Kollektiv einfügten. Ein Sonderlob verdienten sich die beiden Jüngsten im Kader der Leverkusenerinnen. Die Juniorinnen Jennifer Souza und Elaine Rode deuteten auf den Außenpositionen bereits an, dass sich die Fans der Elfen auf die kommende Spielzeit freuen können - wenn sie fest zum Bundesligateam stoßen werden.

Bereits jetzt eine feste Größe ist die erfahrene Zivile Jurgutyte. Sie glänzte in Neckarsulm als Spielmacherin und steuerte obendrein - wie Teamkollegin Kim Berndt - ein halbes Dutzend Treffer zum Kantersieg bei. Das treffsichere Elfen-Duo war mit dafür verantwortlich, dass die Chancenverwertung deutlich besser ausfiel als gegen Oldenburg. "Aber etwas besser sollte sie noch werden, wenn es auch gegen ein Spitzenteam langen soll", sagte Ehrmann-Wolf.

Ein Top-Team ist in der kommenden Woche zu Gast am Rhein. Der neue Tabellenvierte Blomberg-Lippe tritt am Samstagabend mit der Empfehlung eines Siegs über den Fünften Dortmund beim Sechsten Leverkusen an. Am vorletzten Spieltag benötigen die Elfen, die auch noch ein Nachholspiel in der Hinterhand haben, dringend einen Sieg, um im nordrhein-westfälischen Dreier-Schlussspurt um den sicheren Europapokalstartplatz vier auf Tuchfühlung zur Konkurrenz zu gehen.

Elfen Kramarczyk, Zec, Fehr - Jurgutyte (6), Seidel (3), Braun, Mietzner, Zschocke (3), Potocki (4/2), Souza (1), Bruggeman (1), Karolius (2), Berndt (6/4), Berger (4), E. Rode.

(kre)
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