Handball : Elfen leisten sich zu viele Schwächen

In Spiel drei der Meisterrunde muss sich Ahlgrimms Team Buxtehude beugen.

Entschlossenheit, Konzentration, Kompromisslosigkeit und Willensstärke waren Trümpfe, die den Höhenflug von Bayers Handballerinnen zuletzt ausgezeichnet haben. Und ausgerechnet in diesen Bereichen blieb das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm beim Spiel in Buxtehude nur zweiter Sieger. Die Quittung: eine 33:35-(15:19)-Niederlage.

"Wir haben insgesamt einfach nicht genug investiert, um die zwei Punkte mitzunehmen", analysierte die Leverkusener Trainerin nach dem dritten Auftritt in der Meisterrunde. Und Buxtehude-Coach Dirk Leun sah den Schlüssel zum Erfolg nicht nur in einem Hauch Fortune in der entscheidenden Phase, sondern auch in einem Mehr an Siegeswillen.

Vor 1100 Zuschauern in der Halle Nord leisteten die Elfen sich gleich zwei Schwächephasen — zu viel. Bis zum 11:11 in der 16. Minute blieb Bayer den Gastgeberinnen auf den Fersen, verlor dann aber den Anschluss, um zur Halbzeit mit vier Treffern im Rückstand zu liegen. "Ich bin stolz, wie wir nach der Pause zurückgekommen sind", lobte Ahlgrimm ihre Schützlinge. Rasch waren die Elfen wieder dran und die Partie offen wie in der ersten Viertelstunde — mit ständig wechselnden Führungen.

Keine Zeit für eine weitere Aufholjagd blieb jedoch nach der zweiten (diesmal nur kurzen) Schwächephase der Gäste. Vier Minuten reichten, und alle Hoffnung, die eine 30:29-Führung geboten hatte, war dahin. Fünf Gegentore in Folge waren eine zu hohe Hypothek. Wenn die Elfen etwas mitnehmen sollten aus dieser Partie, dann die Erkenntnis, dass in der Runde der besten sechs Teams Nachlässigkeiten oder mangelndes Engagement brutal bestraft werden. Nun haben sie etwas Zeit, die Niederlage zu verarbeiten. Weiter geht es erst am 6. April, allerdings mit einer noch kniffligeren Aufgabe. Zu Gast in der Smidt-Arena ist dann der Tabellenzweite HC Leipzig.

Elfen Hagel, Salamakha — Zapf (5), Seidel, Egozkue Extremado (9/3), Verschuren, Latakaite-Willig (6), Glankovicova (6), Naidzinavicius (4), Jörgens, Comans (3).

(kre)