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Handball: Elfen bringen sich selbst in die Favoritenrolle

Handball : Elfen bringen sich selbst in die Favoritenrolle

Durch den 31:28-Erfolg beim TuS Metzingen hat der Leverkusener Handball-Bundesligist mit den Schwäbinnen nach Punkten gleichgezogen. Nun hat das Team von Renate Wolf Buxtehude im Visier.

Auf die wichtigste Frage des Abends gab es eine klare Antwort. Denn es ließ sich eindeutig klären, welche der vier deutschen Nationalspielerinnen auf dem Parkett der Ösch-Halle das durchwachsene Abschneiden bei der Europameisterschaft am besten verpackt hatte.

Kim Naidzinavicius, Rückraum-Ass in Diensten von Bayers Bundesliga-Handballerinnen, stellte beim Auswärtsspiel in Metzingen ein Trio Teamkolleginnen im Trikot der neureichen Schwäbinnen klar in den Schatten. Stolze 14 Treffer gelangen der Elfe beim Leverkusener 31:28 (17:15)-Erfolg zum Jahresausklang und damit mehr als den deutschen TuSAuswahlkräften Shenia Minevskaja (5 Tore), Anna Loerper (4), und Marlene Zapf (2) zusammen.

 Durfte mit den Elfen einen nicht einkalkulierten 31:28-Sieg Sieg beim TuS Metzingen feiern: Anne Jochin.
Durfte mit den Elfen einen nicht einkalkulierten 31:28-Sieg Sieg beim TuS Metzingen feiern: Anne Jochin. Foto: Eibner

Damit verbesserte sich Naidzinavicius mit nun 73 Erfolgen auf Rang zwei der Bundesliga-Torschützenliste und deutete im direkten Vergleich an, dass sie durchaus das Zeug hat, Spitzenreiterin Minevskaja (86) einzuholen. Ob im Gegenstoß, per Sprungwurf, von der Siebenmeter-Linie oder mit ihrer schärfsten Waffe (dem gefürchteten Stemmwurf): Metzingen gelang es in der Verteidigung weder, das richtige Rezept gegen die Leverkusener Schützin vom Dienst zu finden, noch, die Gala-Königin vom Rhein wirksam aus der Begegnung zu nehmen.

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Dafür verdiente sich "Kimi" Lob, aber das verteilte Elfen-Trainerin Renate Wolf auch an die Teamkolleginnen in hoher Dosierung. "Wir waren sehr effektiv im Angriff, haben uns in der Verteidigung gesteigert und mit zunehmender Sicherheit immer mehr der taktischen Vorgaben umgesetzt. Auf diesen Sieg gegen ein sehr starkes Team können wir wirklich stolz sein", befand sie. Denn im Vorfeld seien die beiden Punkte beim bisherigen Dritten nicht eben einkalkuliert worden.

Nun müssen die Leverkusenerinnen, die nach Minuspunkten nun mit Metzingen gleichgezogen haben, allerdings damit rechnen, selbst häufiger die Favoritenrolle inne zu haben. Selbst der Zweite Buxtehude ist bei nur noch drei Punkten Rückstand nun fast in Schlagdistanz.

Beim nächsten Aufeinandertreffen mit den Hansestädterinnen am Sonntag in der Halle Nord kann diese Spanne jedoch erst einmal nicht weiter reduziert werden. Denn da geht es nicht um Liga-Punkte, sondern um die Qualifikation für das Final Four-Turnier im DHB-Pokal. Mit einer Naidzinavicius in Gala-Form und einer Team-Leistung ähnlich der beim Gastspiel in Metzingen stünden die Chancen auf ein Weiterkommen ganz ohne Frage nicht schlecht.

Die übrigen Teilnehmer am Vierer-Abschlussturnier machen morgen und übermorgen Leipzig und Oldenburg, die Füchse Berlin und Union Halle-Neustadt sowie Branchenführer Thüringer HC und Metzingen untereinander aus.

(RP)