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Handball: Elfen-Bollwerk lässt nur 15 Gegentore zu

Handball : Elfen-Bollwerk lässt nur 15 Gegentore zu

Bayers Handballerinnen gewinnen gegen Blomberg-Lippe am Abend 26:15 (12:9) dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit.

Auch gestern Abend dauerte ein Handballspiel der Elfen 60 Minuten. Doch wer im Nachgang analysieren wollte, wie der klare 26:15-(12:9)-Sieg der Leverkusenerinnen gegen die HSG Blomberg-Lippe zu Stande gekommen war, konnte sich auf die halbe Stunde zwischen der 15. und 45. Spielminute beschränken.

Als Elfen-Trainerin Heike Ahlgrimm nach einer Viertelstunde ihre erste Auszeit beendet hatte, musste sie anschließend erst einmal etwas trinken. Wortreich und lautstark hatte sie zuvor ihrem Team beizubringen versucht, dass eine solch passive Abwehrarbeit und so ideenlose Angriffe den eingeplanten Sieg durchaus würden gefährden können. 7:7 stand es da. Eine halbe Stunde später konnte Ahlgrimm dann entspannt und mit den Bankspielerinnen flachsend die Schlussakkorde dieser Partie genießen. Seit dem 7:7 hatten die Elfen nur drei weitere Treffer hinnehmen müssen und den Vorsprung auf die Vorentscheidung von 18:10 ausgebaut.

In der Defensive wurde inzwischen so energisch zugepackt und klug verschoben, dass Blombergs Angriffe zuweilen Mitleid erregen konnten und ihrer Besten, Xenia Smits, trotz sechs Treffern die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben stand. Die 16 Paraden der gut aufgelegten Elfen-Torhüterin Natalie Hagel taten da ihr Übriges. Vorne präsentierten sich Leverkusen nach dem Wechsel viel variantenreicher, auf einmal kamen auch Anspiele an den Kreis an, wurde die frei stehende Position geduldig ausgespielt.

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Wie groß die Souveränität der ohne Becky van Nijf und Denisa Glankovicova angetretenen Gastgeberinnen im Spielverlauf geworden war, verdeutlichte Ahlgrimm gegen ihr Ex-Team dadurch, dass sie der jungen Garde in der Endphase möglichst viel Spielzeit einräumte. Pia Adams, Mandy Münch und Pia Seidel nutzten die Minuten zu Torerfolgen, während Kapitänin Laura Steinbach schon durchschnaufen konnte und die mit Oberschenkelproblemen von der Nationalelf zurückgekehrte Marlene Zapf wusste, dass sie nicht mehr würde eingreifen müssen.

Weil FrischAuf Göppingen gestern 26:16 gegen Metzingen gewann, müssen die Elfen am Samstag (16.30 Uhr) am letzten Spieltag nun ebenfalls in Metzingen siegen, um Platz fünf aus eigener Kraft zu behaupten.

(RP/rl)