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Handball: EHF-Pokal: Elfen erreichen mit Punktlandung Viertelfinale

Handball : EHF-Pokal: Elfen erreichen mit Punktlandung Viertelfinale

Viele neue Eindrücke hatten Leverkusens Handballerinnen im Gepäck nach ihrem Abenteuer in Großmichel (so der deutsche Name der Stadt Michalovce unweit der Grenze zur Ukraine).

Vor allem aber brachten sie ein Erfolgserlebnis mit zurück an den Rhein. Nach einer 27:33-Niederlage am Samstag bezwangen die Elfen ihren Kontrahenten Iuventa Michalovce gestern mit 24:18 und zogen damit ins Viertelfinale des EHF-Pokals ein — dank der mehr erzielten Auswärtstore, obschon beide Partien in der Slowakei ausgetragen wurden.

Bereits mit der Anreise begann für die Elfen ein Abenteuer-Wochenende: Im Flugzeug ging es über Wien nach Kosice, von wo es mit dem Bus im Nebel zum Ziel des Trips weiterging. Erst teilten sie einen Flieger mit dem Männerteam des schwedischen Klubs Kristiansand, das sich auf dem Weg zum EHF-Cup-Spiel in Presov befand. Dann wurden sie Zeuge, welchen Stellenwert Frauen-Handball und ihre Mitspielerin Denisa Glankovicova als vielfache Nationalspielerin in der Slowakei genießen. Gleich bei der Ankunft am Flughafen wurde "Denna" von einem Kamerateam begrüßt, dem die 34-jährige Elfe ein ausführliches Interview gab. Zur Erinnerung: Von Michalovce war Glankovicova 2004 nach Leverkusen gewechselt.

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Neu war für die meisten Elfen nicht nur das große Interesse an ihrem Sport, sondern ganz offensichtlich auch die härtere Gangart, die im Europapokal geduldet wird, was die Gastgeberinnen in der ersten Partie bedeutend besser auszunutzen vermochten. Folge aufseiten der Leverkusenerinnen waren Nervosität, eine Vielzahl technischer Fehler, zu wenig Bewegung im Spiel ohne Ball und — im Versuch, ohne Körperkontakt erfolgreich zu sein — überhastet aus dem Rückraum abgeschlossene Angriffe. Dieses Fazit zog auch Elfen-Managerin Renate Wolf: "Wir kamen mit der internationalen Härte nicht zurecht."

Zu ihrem Glück lernten die Leverkusenerinnen diese Lektion aber rasch und holten mit ihrer starken Torfrau Valentyna Salamakha im Rücken den Rückstand im Rückspiel auf. Am Dienstag wird in Wien die Runde der letzten Acht ausgelost, bevor es am Wochenende in der Liga auf die Zielgerade geht: Im drittletzten Hauptrundenspiel sind am Sonntag die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern zu Gast in der Smidt-Arena (Anwurf: 16 Uhr).

(kre)