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Die Siebenmeterquote ist ein Problem des Leichlinger TV

Letztes Spiel des Jahres in Wilhelmshaven : Siebenmeterquote ist ein Problem des Leichlinger TV

Der Handball-Drittligist aus der Blütenstadt bleibt bislang hinter den Erwartungen zurück. Ein Grund ist die Schwäche bei Siebenmetern – aber es ist nicht der einzige. Dabei gibt es Potenzial in allen Mannschaftsteilen.

Für die Drittliga-Handballer des Leichlinger TV geht am Samstag mit dem Auswärtsspiel bei Tabellenführer Wilhelmshavener HV (19.30 Uhr) ein zweifellos schwieriges Jahr zu Ende. Unsere Redaktion wirft kurz vor Ende des ersten Teils der Saison 2019/20 einen Blick auf die einzelnen Mannschaftsteile des früheren Westdeutschen Meisters.

Angriff Trainer Lars Hepp leitete im Sommer einen Verjüngungsprozess ein, in der Offensive bleibt die verlässlichste Konstante aber ein Routinier: „Lebensversicherung“ Maik Schneider traf schon in der Rückrunde der Vorsaison regelmäßig und ist in dieser Saison mit bisher 91 Feldtoren der gefährlichste Spieler der gesamten Liga. Die größte Qualität des 31-Jährigen: einfache Tore. Der Linkshänder, der definitiv bis Saisonende in Leichlingen bleiben wird, kann einen Angriff im Rückraum schnörkellos wie effektiv zu Ende bringen. Nichtsdestotrotz kann der LTV, die einstige Torfabrik der Liga, offensiv nicht an seine alten Zeiten anknüpfen. Christoph Gelbke kommt noch auf 52 Tore, danach folgt Ex-Kreisligaspieler Fynn Natzke mit 39 Treffern. Über die Außen und bei Gegenstößen entwickeln die Blütenstädter zu wenig Gefahr und Tempo. Zudem sind unverändert die Siebenmeter (Trefferquote 64 Prozent) ein Problem von Hepps Team, das so leichtfertig Chancen hergibt.

Deckung Vor dem eigenen Tor sieht es besser aus – vor allem bei den Torhütern. David Ferne zeigt konstant gute Leistungen und entwickelt sich im Ostermann-Forum zunehmend zu einem Publikumsliebling. Der ehemalige Ratinger verlängerte zuletzt seinen Vertrag vorzeitig bis 2021. Sein Pendant Linus Mathes, der in der Vergangenheit bereits mit Zweitspielrechten für Bietigheim und Göttingen ausgestattet war und sogar zwei Bundesligaspiele absolvierte, agiert auf ähnlich hohem Niveau wie sein Vorgänger Mathis Stecken. Im Innenblock überzeugen Kris Zulauf sowie Zugang Lars Jagieniak, der bereits Zweiligaerfahrung mit nach Leichlingen brachte.

Bank Auf der Bank nehmen in aller Regel stets die gleichen Gesichter Platz. Verbandsliga-Zugang Fabian Graef zum Beispiel kommt bisher auf Rechtsaußen kaum zum Zuge, das Gleiche gilt für Vibulan Sivanathan auf der anderen Seite. Der Rechtshänder konnte sich in seinen wenigen Einsätzen bisher nicht für mehr Minuten auf dem Feld empfehlen. Mittelmann Thorben Richartz erhielt Anfang der Saison mehr Spielanteile, kam zuletzt aber deutlich seltener und belebte das LTV-Spielnicht nachhaltig. Vor ihm in der teaminternen Hackordnung stehen der erfahrene Gelbke und der genesnee Litauer Valdas Novickis. Youngster Jose Rosendahl und Tim Zulauf, die der Verein auf seiner Homepage offiziell auch zum Drittliga-Team zählt, spielen in der Realität keine Rolle. Während Rosendahl nur selten im Kader steht, kam Tim Zulauf noch zu keinem Einsatz in der aktuellen Spielzeit.