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Basketball: Die Giants schielen sogar auf Platz vier

Basketball : Die Giants schielen sogar auf Platz vier

Dass der Abstand nach oben geringer ist als der nach unten, werten die ProB-Basketballer als "Riesenerfolg". In der Tat schicken sich die Giants an, die vor der Saison gehegten Erwartungen zu übertreffen.

Eine solch komfortable Ausgangsstellung ist für die Bayer Giants Neuland. Seit dem Aufstieg 2009 in die ProB mussten die Riesen vom Rhein bislang in jeder Spielzeit bis kurz vor Toreschluss um den Klassenerhalt bangen. Nach der Versetzung von der Nord- in die Südstaffel der ProB vor Beginn der laufenden Spielzeit war aufgrund des unbekannten Terrains und der längeren Anfahrtszeiten für die Begegnungen in der Fremde mit noch mehr Widrigkeiten gerechnet worden. Dennoch steht das Team von Achim Kuczmann so glänzend da wie nie.

Derzeit rangieren die Giants auf Platz sechs, der Abstand nach oben ist größer als nach unten, und auch wenn sich Mannschaft und Trainer der Sache nach eigener Aussage absolut bewusst sind, das "noch gar nichts erreicht wurde" — ein bisschen Entspannung gepaart mit ein wenig Träumerei ist schon erlaubt. "Der Sieg in Breitengüßbach hat uns enorm geholfen. Wir sind voll drin im PlayOff-Kampf. Dass sogar Platz vier in unserer Reichweite liegt, ist ein Riesenerfolg für dieses Team" sagt Kuczmann.

Tatsächlich kann seine Mannschaft, ein Erfolg im morgigen Spiel in Dresden vorausgesetzt, Rang vier in Angriff nehmen. Dass Bayer es im Grunde mit jedem Gegner in der Liga aufnehmen kann, bekamen die Titans beim 93:73 im Hinspiel zu spüren. Die Sachsen, derzeit zehnter, kämpfen vielleicht schon um ihre letzte Chance, noch einmal in den Kampf um einen Startplatz in der K.o.-Runde einzugreifen. "In dieser Liga gibt es keine leichten Gegner", betont Kuczmann immer wieder, dennoch wird auch er nicht darum herumkommen, seinem Team die Favoritenrolle überzustülpen.

Mit einem Sieg würde Bayer wohl nicht nur die letzten Abstiegsgespenster vertreiben, sondern auch einen bis vor kurzem direkten Konkurrenten um Platz acht dauerhaft in die Schranken weisen. Das Potential dafür ist im Kader der Giants zweifellos vorhanden, zuletzt haperte es trotz des Erfolges in Breitengüßbach aber an der nötigen Reife. Jugendlicher Elan hätte dort beinahe den Sieg gekostet. "Selbst wenn wir vorne liegen, neigen wir in manchen Situation zu völlig unangebrachter Hektik", sagt Kuczmann. Seine Spieler müssten lernen, dass bei eigener Führung nicht mit Gewalt jeder Fast Break gelaufen werden muss. "Wir müssen einfach in allen Phasen die nötige Ruhe bewahren, aber ich denke, dass hat die Mannschaft selbst gemerkt." Mit dem Lerneffekt im Rücken soll nun der nächste Schritt gelingen, bei danach noch drei ausstehenden Partien wäre Bayer, so Kuczmann, "ganz dick im Geschäft".

(sl)