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Basketball: Die Giants haben Lust auf noch viel mehr

Basketball : Die Giants haben Lust auf noch viel mehr

Nach dem berauschenden Viertelfinalerfolg gegen die BSW Sixers warten nun die Weißenhorn Youngsters im Halbfinale auf die Giants.

Diesen Abend werden die Leverkusener Basketball-Fans lange nicht vergessen. Um 21.13 Uhr verwandelte sich die Smidt-Arena endgültig in ein Tollhaus. Der Lautstärkepegel, den die rund 700 Zuschauer in den letzten Minuten der entscheidenden Viertelfinal-Partie zwischen den Bayer Giants und den BSW Sixers ohnehin längst in einen gefährlichen Dezibel-Bereich geschraubt hatten, erreichte acht Sekunden vor dem Klang der Schlusssirene seinen Höhepunkt.

Götz Twiehoff, einer der herausragenden Protagonisten auf Gastgeberseite an diesem Abend, hatte soeben durch sein beherztes Zupacken gegen Japhet McNeil die letzte Chance der Gäste auf den Ausgleich und damit eine mögliche Verlängerung vereitelt. Die Sixers schafften es anschließend nicht mal mehr, die Uhr anzuhalten. Die kurz darauf einsetzende Sirene ging im Jubel der Fans auf den Rängen der Rundsporthalle fast unter. Durch den hart erkämpften 93:90-(46:47)-Erfolg gegen den Achten der ProB Nord finden sich die Riesen vom Rhein im PlayOff-Halbfinale ein, in dem sie ab Samstag (18 Uhr) auf die Weißenhorn Youngstars treffen.

"Was die Mannschaft wieder geleistet hat, ist der Wahnsinn", sagte Achim Kuczmann. Und der Giants-Coach lieferte auch gleich die Erklärung mit, warum seine Mannschaft bis zur letzten Sekunde ums Weiterkommen zittern musste, obwohl sie im letzten Viertel zeitweise mit 13 Zählern (78:65) in Führung gelegen hatte: "Wir wussten, was auf uns zukommt. Dass Bitterfeld uns nichts schenken und niemals aufgeben würde. Als es nach hinten raus wieder eng wurde, haben wir die Nerven behalten", sagte er.

Mit dem Erreichen des Halbfinales haben die Riesen vom Rhein ihr Ziel "Klassenerhalt" längt weit übertroffen, und trotzdem sind die Giants immer noch in der Lage, ihren Trainer zu überraschen. "Wenn ich mir überlege, wie viel Pech wir in dieser Saison mit unserem kleinen Kader schon mit Verletzungen und Sperren hatten, ist es wirklich verwunderlich, wie einige Spieler die hohe Belastung scheinbar so einfach wegstecken", sagt Kuczmann.

Gegen Weißenhorn — mit dem ehemaligen Leverkusener Till Jönke — müssen die Giants nun zunächst wieder auswärts antreten. Zweimal trafen beide Teams schon in der Vorrunde aufeinander, es siegte jeweils die Auswärtsmannschaft. Die Süddeutschen, die es in ihrer Viertelfinal-Serie gegen Wedel ähnlich schwer hatten wie die Giants, waren in der Endabrechnung der ProB Süd zwar um zwei Ränge besser platziert als die Giants, eine Favoritenrolle will Kuczmann daraus aber nicht ableiten. "Beide Teams wissen um die jeweiligen Stärken und Schwächen des Gegners, da kann es keine Überraschungen mehr geben. Jetzt zählt nur noch die Tagesform."

Marc Rass, der wegen seiner Sperre in den letzten beiden Partien nur auf der Bank mitfiebern durfte, ist beim Halbfinal-Auftakt wieder dabei. "Jetzt, wo wir so weit gekommen sind, will die Mannschaft auch ins Finale, sonst wären wir hier auch alle völlig falsch", sagt Kuczmann.

Giants gegen die BSW Sixers Behrmann (2), Legankovas (17), Kuczmann (11), Twiehoff (11), Parker (38), Eggleston (8), Wendeler.

(sl)