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Detroit Lions: Amon-Ra St. Brown erhält Lob nach starker Leistung

American Football : Amon-Ra St. Brown erhält viel Lob bei den Lions

Während der junge Wide Receiver mit Wurzeln in Leverkusen in der NFL überzeugt, ist die Perspektive für seinen älteren Bruder Equanimeous St. Brown schwierig.

Die Zwischenbilanz ist frustrierend: Die Detroit Lions haben alle vier Saisonspiele verloren und gelten als eines der schwächsten Teams der Football-Profiliga NFL. Nach knappen Niederlagen gegen drei ambitionierte Teams setzte es nun eine schmerzhafte Niederlage gegen den Divisionsrivalen Chicago Bears. Und doch fand Trainer Dan Campbell nach dem 14:24 Lichtblicke. Er nannte „die gute Entwicklung unserer jungen Wide Receiver“ – und ausdrücklich auch Amon-Ra St. Brown, den Rookie mit Wurzeln in Leverkusen, als Beispiel.

Der 21-Jährige hat in seinem vierten NFL-Spiel erstmals überzeugt. Er fing sechs der acht an ihn adressierten Pässe und zeichnete für 70 Yards Raumgewinn verantwortlich. Diesen Wert übertraf nur Quintez Cephus (83 Yards). Seine beiden Fehlversuche wurden eher Quarterback Jared Goff zugeschrieben, der ihn jeweils überworfen hatte.

Und so blieb als einziger Schönheitsfehler eine 10-Yards-Strafe, weil sich der Passempfänger aus Sicht der Schiedsrichter unerlaubt Vorteile im Kampf um einen Ball verschaffen wollte (Pass Interference). Mehr als ausgleichen konnte er den Patzer aber durch eine Szene, in der er unerwartete Qualitäten zeigte und sein Team vor Schlimmerem bewahrte. Nach einem Ballverlust von Goff kurz vor der Endzone der Bears stoppte er den Gegenangriff durch eine beherzte Attacke gegen Chicagos Superstar-Linebacker Khalil Mack.

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Mit seiner starken Vorstellung schaffte es St. Brown nicht nur in die Highlight-Videos auf der Lions-Homepage mit einem 17-Yards-Catch, bei dem er sich des hartnäckigen Verteidigers entziehen konnte, um dann den etwas zu kurzen Pass seines stark bedrängten Quarterbacks mit einem Hechtsprung zu sichern. Er fand auch die richtige Antwort auf all die Zweifler, die den jungen Receiver nach der Niederlage gegen die Baltimore Ravens (durch ein Field Goal aus der neuen Rekordentfernung von 66 Yards) bereits abschreiben wollten, weil er in dieser Partie nur einmal den Ball für zwei Yards Raumgewinn erhielt.

Aber Ballverteiler Goff und Trainer Campbell hatten St. Brown anschließend in Schutz genommen. „Er ist immer Teil des Gameplans und wir lieben es, ihm den Ball zu geben“, versicherte der Quarterback. Dass das nicht so oft geschehen war, sei nur den Umständen geschuldet gewesen. Der Headcoach der Lions verwies auf das große Potenzial seines jungen Receivers und lobte ihn dafür, „reichlich Drecksarbeit für uns erledigt“ zu haben. Die könnte auch am Sonntag im Auswärtsspiel bei den Vikings gefragt sein.

Weniger gut läuft es hingegen für seinen ältesten Bruder Equanimeous. Der durfte als Mitglied des Practice Squad der Green Bay Packers zwar gegen die Pittsburgh Steelers ein zweites Mal in dieser Spielzeit mitwirken, blieb dabei aber blass. Er kassierte eine zehn Yards-Strafe für ein unerlaubtes Halten und ließ den einzigen Pass in seine Richtung fallen. So blieben als einzige nennenswerte Arbeitsnachweise ein guter Block und ein Tackle, der allerdings wegen einer Strafe gegen Pittsburgh nicht in die Statistik einfloss.

Da der 25-Jährige am Sonntag als Ersatz eines Profis auf der Covid-Liste einsprang, darf er ein drittes Mal aus dem Practice Squad hochgezogen werden. Offiziell ersetzte „EQ“ den D-Liner Tyler Lancaster, kam aber eigentlich für Marquez Valdes-Scantling zum Einsatz, der auf der Injured-Reserve-Liste steht. Die Packers nutzten eine Ausnahme im NFL-Reglement, das eigentlich vorsieht, das nur zwei Einsätze aus dem Practice Squad erlaubt sind, ehe ein Spieler entweder voll in den den Hauptkader berufen oder über die Waiver-Liste für andere Klubs freigestellt werden muss.