Lokalsport : Derby der Sieglosen

In der Basketball-Oberliga treffen morgen die Bayer Giants und Fast Break Leverkusen aufeinander, die beide mit zwei Saisonniederlagen gestartet sind.

Nach zwei verlorenen Spielen in Serie lautes Krisengerede anzustimmen, mag verfrüht erscheinen. Angesichts des einvernehmlichen Ziels, das sich die Bayer Giants und Fast Break Leverkusen in der Basketball-Oberliga gesetzt haben, nämlich unter die Top Drei zu kommen, ist die Lage vor dem morgigen Derby (18 Uhr, Herbert-Grünewald-Halle) zwar nicht bedrohlich, dafür aber ärgerlich (Giants) bis besorgniserregend (Fast Break).

Die Giants unterlagen gegen Zülpich und Herzogenrath zweimal knapp, die Steinbüchler hingegen sind noch überhaupt nicht in der Oberliga angekommen. Die Punktlosigkeit liegt vor allem in der schwachen Offensive begründet, sagt Trainer Thomas Pimperl.

Und auch wenn seine Mannschaft überdies in der Defensive einen Tick mehr Aggressivität vertragen könnte: "Beide Gegner haben 40 Minuten Zone gespielt, damit kommen wir bislang nicht zurecht. Wir haben im Moment keine Leader und kein eingespieltes Team", analysiert der Coach. "Wir haben kein Selbstvertrauen und meist nur schlechte Ausstiege. Damit wir da besser harmonisieren, müssen wir noch eine Menge spielen, sprechen und uns aus der Misere wieder gemeinsam rausziehen."

Wichtig sei daher, in schlechten Phasen nicht wie zuletzt total zu verkrampfen. Pimperl: "Meine Jungs sollen keine Angst vor einer dritten Pleite in Folge haben, stattdessen sollen sie mutig angreifen und wieder Spielfreude auf dem Feld entwickeln."

Sein Gegenüber Jacques Schneider würde die Misere des Rivalen aus dem Leverkusener Osten freilich gerne um eine Woche verlängern, ansonsten würden die Riesen ihrerseits den Kontakt nach oben schon vor der Herbstpause verlieren. Dazu muss Bayer vor allem an seinem Umschaltspiel nach Ballverlusten arbeiten.

In Aachen wurde trotz vielversprechender Aufholjagd dabei der mögliche Sieg verschenkt. Schneider ganz nüchtern: "Am Samstag gilt es einfach, den ersten Saisonsieg einzufahren."

Den hat der TuS 82 Opladen zwar bereits in der Tasche, dafür wartet Nadine Homanns Team aber noch auf den ersten Erfolg in der heimischen Schlehahn-Halle. Der soll morgen (18 Uhr) gegen den TV Dellbrück gelingen. Die Kölner stehen noch sieglos am Tabellenende.

Die Opladener Trainerin setzt auf die eigene Form. "Wir brauchen wohl noch ein oder zwei Spiele, bis wirklich alles passt, aber insgesamt sind wir auf einem sehr guten Weg. Die Mannschaft funktioniert gut im Kollektiv und setzt das Meiste super um. Jetzt müssen wir nur noch dahin kommen, dass wir das auch 40 Minuten schaffen", meint Homann mit Blick auf die mehrminütigen Aussetzer gegen Neunkirchen und auch zuletzt beim Sieg gegen Köln.

(sl)
Mehr von RP ONLINE