Basketball Der LTV bewahrt die Ruhe

Durch einen 66:63 (33:39)-Erfolg im Verfolgerduell über TuS 82 bleibt der Leichlinger TV Tabellenführer Rhöndorf auf den Fersen, während die Aufstiegshoffnungen der Opladener schwinden. Primus Rhöndorf gab sich indes beim 95:62 (48:32) über die Bayer Giants keine Blöße.

Die entscheidende Aktion geschah nicht auf dem Feld. Vor dem letzten Viertel rief Björn Jakob seine Spieler ein letztes Mal zusammen. Die vom Trainer des Leichlinger TV vorgegebene und zum Erfolg führende Taktik war an Einfachheit kaum zu überbieten: "Ruhe bewahren, genauso weiterspielen."

Wer die ersten drei Viertel in der Halle Am Hammer gesehen hatte, dürfte sich die Augen gerieben haben, warum ausgerechnet diese Ansage am Ende zum 66:63 (33:39)-Erfolg über den Tabellendritten TuS 82 Opladen führte. Die Gäste hatten das Duell bis dahin im Griff gehabt, führten vor dem letzten Abschnitt mit 52:40, ehe der LTV die Partie drehte. "Wir sind mit dem Zwischenspurt der Leichlinger nicht zurechtgekommen", meinte Franz Luderich. Der Coach der 82er musste von draußen hilflos zusehen, wie sein Team nach einer bis dahin souveränen Leistung den Sieg und damit einen Großteil seiner Aufstiegshoffnungen aus der Hand gab. "In der entscheidenden Phase wollten einige nur noch mit dem Kopf durch die Wand", kommentierte Luderich die Pleite, "diesen Sieg haben wir verschenkt."

Frust auf der einen, Freude auf der anderen Seite, denn durch den Erfolg behält der LTV den Oberligathron im Blick. "Unsere Taktik ist voll aufgegangen", freute sich Jakob. "Wir wussten, dass die Bälle irgendwann reinfallen würden. Wir haben auch in den kritischen Phasen unsere Linie nicht verloren und sind immer ruhig geblieben." Ein Sonderlob gab es für die beiden Schröder-Brüder, die nicht nur vorne für Punkte sorgten, sondern auch in der Defense überzeugten. "Beide Mannschaften wussten, wie wichtig dieses Spiel werden würde", bemerkte Jakob, "aber wir hatten die besseren Nerven und haben deshalb verdient gewonnen."

LTV: M. Schröder (6), Wodaege (9), Messing (7), J. Schröder (25), Kunigkeit (1), Heischmann (11), Dimsic (3), Kummerow (4), Kordic. TuS 82: Depaoli (6), Foth (2), Klesper (13), J. Luderich (3), M. Luderich (5), Nesges (13), Schiele (13), Trendel (2), Wilczek (6), Tamm.

Die von beiden erhoffte Schützenhilfe aus Leverkusen blieb aus. Bei der zweiten Mannschaft der Bayer Giants gab sich Spitzenreiter Rhöndorf keine Blöße und siegte mit 95:62 (48:32). Trainer Speedy Anton musste auf drei Spieler seiner Starting Five verzichten, erkannte die Überlegenheit der Gäste aber neidlos an. "Mein Team hat alles gegeben und keineswegs enttäuscht. Aber bei dieser Qualität des Gegners hatten wir keine Chance", sagte Anton.

Giants II: Behrmann (10), Merckens (2), Nesges (13), Rehm (10), Vucinic (4), Steffens (4), Klein (16), Smoilis (2), Müller (2), Kern (2).

(RP)
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