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Das sagen die Trainer in der Region zur Zwangspause

Reaktionen auf Amateursport-Pause : Das sagen Trainer und Funktionäre in der Region zur Zwangspause

Im Novenber wird es zur Eindämmung der Corona-Pandemie keinen Sport im Amateurbereich geben. Die Entscheidung der Politik stößt nur bedingt auf Zustimmung bei den Betroffenen.

Seit Donnerstag ist klar: Der Amateursport muss aufgrund der behördlichen Vorgaben im November ruhen. Wir haben mit Trainern und Funktionären aus der Region nach deren Reaktionen gefragt. Das sind die Antworten:

Erkan Öztürk, Trainer des Fußball-Bezirksligisten FC Leverkusen: „Wir finden es übertrieben, dass jetzt abgebrochen wird. Wir sind sehr konsequent mit den Hygienemaßnahmen umgegangen. Sicherlich hätten in diesem Bereich noch einmal härtere Verordnungen helfen können. Ich denke nicht, dass die Ansteckungsgefahr im Amateurfußball groß gewesen ist und finde die Entscheidung sehr schade. Wir hätten gerne weitergespielt.“

 

Hannes Diekamp, Trainer des Fußball-Kreisligisten SV Bergfried Leverkusen: „Im Amateursport haben sich die Vereine in den vergangenen Monaten viele Gedanken gemacht, Zeit und Geld investiert, um Hygienekonzepte zu entwerfen und diese umzusetzen. Die Zahlen haben gezeigt, dass es funktioniert. Dass es den Amateursport wieder so hart trifft, ist ärgerlich. Nach sechs Siegen in Serie ist der Zeitpunkt natürlich auch für mein Team denkbar ungünstig.“

Björn Jakob, Abteilungsleiter Basketball beim Leichlinger TV und Trainer des Teams in der 2. Regionalliga: „Nach einigem Hin und Her, wie die Meisterschaftsrunde zu laufen hätte, wurde nun auch beim Basketball vorerst abgesagt. Ich persönlich gehe nicht davon aus, dass wir im Januar mit der Saison starten können. Irgendwann wird man sicherlich zu der Erkenntnis gelangen, dass ein Start erst im Herbst 2021 Sinn ergibt, sollte kein Wunder passieren oder schnell ein Impfstoff kommen.“

 

Stefan Hasenjäger, Faustball-Abteilungsleiter Faustball beim LTV: „Nach einer langen Vorbereitung und einem Trainingslager ist die Pause sehr schade. Wir hoffen, dass wir im Dezember wieder in den Trainingsbetrieb zurückkehren können. Im Moment ist davon auszugehen, dass ab Januar eine Rückrunde in der Bundesliga absolviert wird. Das alles ist schon sehr unglücklich, doch wir machen das Beste daraus.“

 

Ulrich Handschuhmacher, Abteilungsleiter Badminton TV Witzhelden: „Ich persönlich finde die gesamte Entwicklung sehr schade und traurig, weil wir uns gerne in der Halle treffen. Wir haben uns immer extrem an das Hygienekonzept gehalten und nun müssen wir dafür bluten, dass andere die AHA-Regeln nicht einhalten. Ob die Maßnahmen übertrieben sind, will ich gar nicht beurteilen. Kontakte zu minimieren ist jetzt das Ziel und daran halten wir uns. Wie es aber danach weitergeht, steht in den Sternen. So etwas kann auch im neuen Jahr wiederkehren.“