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Daniel Cartus bemängelt Einstellung seiner Spieler

Frust nach 2:4-Niederlage : FCL-Coach Cartus stellt die Charakterfrage

Für den FC Leverkusen geht es weiter bergab. Die Fußballer des Landesliga-Absteigers verloren auch ihr Heimspiel gegen TuS Lindlar mit 2:4 (0:2). Trainer Daniel Cartus zeigte sich nach der „niederschmetternden Niederlage“ schwer enttäuscht von seiner Mannschaft.

„Im Moment macht es keinen großen Spaß. Es fehlt die Bereitschaft, Fußball zu leben und zu arbeiten“, sagte der 40-Jährige.

Gegen die Gäste aus dem Oberbergischen stand sich der FCL einmal mehr selbst im Weg. Joschka Cürten erwies seinem Team einen Bärendienst und wurde nach 36 Minuten wegen Schiedsrichterbeleidigung mit Rot des Platzes verwiesen. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 0:2 (20./28.). „Bevor wir über Taktik und fußballerische Aspekte reden, müssen zunächst die Grundtugenden verinnerlicht werden“, betonte Cartus.

Seine Elf gelang in Unterzahl nach Toren von Aristote Mambasa Masudi (51.) und Vincenzo Bosa (59.) noch das 2:2, doch zwei weitere Treffer von Lindlar, die Cartus zufolge kein Bezirksliga-Niveau hatten, besiegelten die vierte FCL-Pleite in Serie (75./83.). Der gebürtige Langenfelder erklärt sich die aktuelle Durststrecke der ambitioniert gestarteten Leverkusener unter anderem durch den dezimierten Kader. „Wir hangeln uns mit 14 Spielern von Spiel zu Spiel – so bekommt man kein Leistungsprinzip rein.“ Nur mit halber Kraft ließen sich zudem keine Spiele gewinnen, konstatierte der ehemalige Fußballprofi.

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An das Worst-Case-Szenario, den Abstieg in die Kreisliga, glaubt Cartus aber nicht. Die Mannschaft werde „zu 100 Prozent niemals absteigen“. Dafür sei das Team zu gut. Jetzt sei es aber an der Zeit, dass sich die Spieler selbst hinterfragen.