Lokalsport: Brüsch begeistert vom Mauritius-Marathon

Lokalsport : Brüsch begeistert vom Mauritius-Marathon

Der Läufer des TV Witzhelden kehrte von einem "einzigartigen" Insellauf zurück.

Er lief schon im Dschungel, unter Tage und auf der chinesischen Mauer - doch meistens läuft er am Strand, denn Reinhard Brüsch vom TV Witzhelden ist Inselläufer. Seine Leidenschaft entdeckte er 1993, als er zum ersten Mal auf einer "Insel" lief: der Museumsinsel in Berlin. Von da an packte ihn das Insel-Fieber. Ob in der Karibik, in Island, Spanien oder Skandinavien, der 63-Jährige lief schon nahezu überall auf der Welt.

Dabei begeistert ihn vor allem die Verbindung von Natur und Sport, denn auf jeder Insel, die er beläuft, verbringen Brüsch und seine Frau jedes Mal einige Tage Urlaub. Zwei bis drei dieser Läufe schafft er pro Jahr, bei denen er nicht selten mit renommierter Szene-Prominenz konkurriert. Bei seinem jüngsten, dem immerhin 67. Insellauf auf Mauritius, war Geoffrey Ronoh, der Tempomacher von Marathon-Weltrekordhalter Dennis Kimetto aus Kenia dabei. Reinhard Brüsch erreichte auf Mauritius den fünften Platz in der Altersklasse 50+. "Die Altersklassen sind dort etwas anders als bei uns, wenn ich mit über 60 gegen einen 50-Jährigen antreten muss, ist das schon ein Unterschied", erklärt der Sportler.

Ums Gewinnen ginge es ihm im Grunde aber auch nicht, obwohl er einmal in Ägypten den ersten Platz erreichen konnte und sogar im nationalen Fernsehen zu sehen war. "Es stört mich nicht, wenn es nicht aufs Treppchen reicht. Besonders sind für mich die tollen Erlebnisse und Menschen, die ich auf meinen Reisen kennenlerne", betont der ehemalige Handballer.

Besonders sei auch der Besuch eines SOS-Kinderdorfes auf Mauritius gewesen, der im Rahmen des Laufes stattfand, und von dessen Startgeld zehn Euro an die Organisation gespendet wurden. "Es ist eine besondere Erfahrung, auch die andere Seite der Medaille zu sehen. Wir Läufer reisen durch die ganze Welt, und diese Kinder dort sind überglücklich ein anständiges Zuhause zu haben", sagt Brüsch, der überdies den mystischen Berg Le Morne bestieg, mit Delphinen im offenen Meer schwamm und die blaue Mauritius im Penny Museum in Port Louis (Hauptstadt) hautnah erlebte.

Seit nunmehr 27 Jahren läuft Reinhard Brüsch - und noch hat er nicht genug. Genau geplant hat er seinen nächsten Insellauf zwar noch nicht, aber auf den Osterinseln wollte er schon immer einmal laufen - am liebsten an seinem Geburtstag, an Ostern. Von den Kontinenten fehlt ihm nur noch Australien. Auf jedem anderen hat er bereits eine Insel umlaufen, die meisten in Europa, und in Deutschland jede einzelne. Bevor es aber an den nächsten Strand geht, findet am 23. August erst einmal der heimische Sengbach-Talsperrenlauf statt.

(RP)
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