Lokalsport: Bayers Ziel: Frankfurt ärgern und punkten

Lokalsport: Bayers Ziel: Frankfurt ärgern und punkten

Die Fußballerinnen stehen morgen vor einer schweren Aufgabe, sind aber trotzdem frohen Mutes.

Ramona Petzelberger kann ihr Versprechen momentan nicht halten. Mit voller Kraft wollte die Spielführerin von Bayers Fußballerinnen bis Saisonende für den Klassenerhalt kämpfen, bevor sie nach Essen wechselt. Just in der Schlussphase der Saison und vor dem schweren Spiel gegen den FFC Frankfurt morgen um 14 Uhr im Ulrich-Haberland-Stadion macht ihr Körper einen Strich durch die Rechnung. Eine Knöchelverletzung aus dem Spiel in Hoffenheim verdammt die Kapitänin zum Zuschauen. Ob sie angesichts der Diagnose - Riss des vorderen und seitlichen Außenbandes - überhaupt noch einmal im Trikot mit dem Bayer-Kreuz auflaufen kann, ist fraglich.

Insgesamt aber hat sich das Lazarett der Leverkusenerinnen aber gelichtet. Ein Trio, das zuletzt passen musste, ist zurück im Mannschaftstraining. Ob es für Marina Hegering, Rebecca Knaak und Francesca Weber schon zu einem Startelf-Einsatz reicht, wird sich wohl kurzfristig entscheiden. Die Marschroute für das Kräftemessen mit dem Top-Klub vom Main, der zum eigenen Ärger aktuell nur auf dem fünften Tabellenplatz rangiert, hat Trainerin Verena Hagedorn schon festgelegt. "Wir wollen hinten gut stehen, lange die Null halten, und darauf hoffen, Frankfurt zu ärgern und einen Punkt mitzunehmen", betont sie.

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Gelingen soll das mit Entschlossenheit. Die demonstriert auch die Übungsleiterin. "Natürlich wird es schwer - ganz egal, ob bei Frankfurt Mandy Islacker wieder im Kader steht oder nicht. Aber wir können den FFC schlagen. Das wissen wir", versichert sie. Nicht verunsichern lassen wollen die Leverkusenerinnen sich von den Ergebnissen der Konkurrenz, die vor dem fünftletzten Spieltag vier (MSV Duisburg) beziehungsweise fünf (USV Jena) Punkte vor Bayer 04 liegt. Das verbietet sich angesichts der mageren eigenen Ausbeute. Konzentration auf die eigenen Aufgaben ist darum die eindeutige Vorgabe. "Wir müssen auf uns schauen und endlich punkten. Dann sieht die Situation direkt wieder besser aus", betont Merle Barth. Das Eigengewächs hat wie Anna Klink ihren Vertrag in Leverkusen verlängert - und zwar unabhängig von der Ligazugehörigkeit. Aber die Hoffnung auf den Ligaverbleib lebt.

Dafür allerdings müsste als Mutmacher zumindest ein Zähler gegen den FFC her. Ein Sieg wäre der erste überhaupt gegen die Frankfurterinnen, zu deren Kader mit Theresa Panfil, Marith Prießen und Kathrin Hendrich auch drei ehemalige Leverkusenerinnen gehören.

(kre)