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Fußball: Bayers Frauen nach 1:5 immer tiefer in der Krise

Fußball : Bayers Frauen nach 1:5 immer tiefer in der Krise

Vor dem Anpfiff der Partie gegen den SC Freiburg versammelten sich Bayers Fußballerinnen im Kreis und machten sich noch lautstark gegenseitig Mut. Doch die Haltbarkeit der Aufbauarbeit der vergangenen Woche betrug keine fünf Minuten.

Da zappelte der Ball bereits im eigenen Netz, und dahin war der zarte Anflug von Selbstvertrauen. Dummer Ballverlust von Caroline Dej, noch dämlicheres Foul von Johanna Elsig, Elfmeter, Tor durch Boschert. Der Anfang vom Ende: 1:5 (0:3) unterlag Bayer dem Aufsteiger und steckt nun noch tiefer im Schlamassel.

"Schwer bedenklich" und "richtig bitter" waren noch die harmloseren Umschreibungen der Trainerin für eine wahrlich Bundesliga-unwürdige Vorstellung im ersten Durchgang, die mit zwei weiteren Gegentreffern durch Kayici (10.) und Sainio (40.) noch überaus gnädig bestraft wurde.

Binnen 15 Minuten Halbzeitunterbrechung wurde aus den "bloßen Statisten" (Meier), von denen die Trainerin "am liebsten alle ausgewechselt hätte", ein Team, das endlich dagegenhielt, kämpfte, rackerte, presste und plötzlich auch anfing, spielerisch Akzente zu setzen. Ein abgepfiffener Vorteil raubte Leverkusens Eunice Beckmann noch die Chance darauf, alleine auf die Torfrau zuzugehen. Wenig später war es die ansonsten schwache Dej, die mit ihrem Nachschuss nach einem Lattentreffer von Marith Prießen Bayer wieder in die Partie brachte. Allerdings gelang trotz völlig verunsicherter Gäste kein Treffer mehr. Johanna Elsig köpfe lediglich an die Latte. So fingen sich die Gäste und kamen — als Bayer aufsteckte — noch zu zwei Toren durch Makanza (80.) und Zirnstein (90.)

Nach der Partie gab es wieder einen Teamkreis, allerdings einen der leisen, bedrückten Sorte.

Bayer: Klink — Kasperczyk (53. Bakir), Elsig, Hendrich, Knopp — Prießen, Weber — Knaak, Barth (46. Beckmann), Dej (70. Knopf)— Schwab.

(kre)