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Bayer Leverkusens Fußballerinnen versüßen Weihnachtsfeier mit 1:1 in Freiburg

Gelungener Jahresabschluss : Fußballerinnen versüßen Weihnachtsfeier mit Remis in Freiburg

Das Team von Trainer Achim Feifel geht nach dem mit viel Moral erkämpften 1:1 beim SC Freiburg mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause.

Die Stimmung war auf der langen Rückfahrt aus dem Breisgau prächtig. Kein Wunder: Durch das 1:1 beim SC Freiburg schlossen Bayers Fußballerinnen das Jahr mit einem Erfolgserlebnis ab. „Das haben wir uns mit der deutlichen Steigerung nach der Pause auch mehr als verdient“, befand Coach Achim Feifel. Ein wenig trauerte er aber auch der Chance auf einen dreifachen Punktgewinn hinterher.

Schließlich war die Schlussphase noch zu präsent, in der sich Bayer durch Sandra Maria Jessen, Dora Zeller und Milena Nikolic mehrere gute Möglichkeiten zum Siegtreffer eröffneten. „Und das wäre nicht unverdient gewesen“, sagte der Leverkusenerer Übungsleiter. Unter dem Strich ging die Punkteteilung aber auch für ihn in Ordnung. Denn zur Pause hatten sich umgekehrt die Gastgeberinnen ärgern können, dass sie nicht deutlicher führten als durch den Treffer von Klara Bühl (21.).

Mehr noch als die Frage, wie viele Punkte die Leverkusenerinnen auf der Rückreise im Gepäck hatten, zählte für ihn ohnehin die Tatsache, dass sein Team nach einem turbulenten Halbjahr mit Licht, Schatten und zahlreichen Verletzungssorgen dank Dora Zellers Ausgleich (55.) mit einem guten Gefühl in die Winterpause geht.

Ein Punkt in Freiburg ist auch aller Ehren wert – zumal nach 0:1-Rückstand und trotz vieler immer noch fehlender Spielerinnen. Hinzu kommt die Tatsache, dass gleich drei Leverkusenerinnen aufliefen, die nicht hundertprozentig fit waren:  Die erkälteten Henrike Sahlmann und Ann-Kathrin Vinken sowie die angeschlagene Henrietta Csiszár. Das macht die Kraft- und Teamleistung nach dem Seitenwechsel noch bemerkenswerter. „Wir sind mit Mut und Entschlossenheit aufgetreten und haben eine starke Mentalität bewiesen. Kompliment, wie sich heute jede einzelne Spielerin noch einmal in den Dienst der Mannschaft gestellt hat“, betonte Feifel.

Er und seine Schützlinge haben sich mit dem Sieg gegen Essen und dem Remis in Freiburg kurz vor Jahresschluss einen kleinen Puffer auf die Abstiegsränge erarbeitet. Als Neunter liegen sie mit 13 Zählern jeweils sechs Punkte vor dem Drittletzten Köln und dem Vorletzten Duisburg, die allerdings beide jeweils noch ein Spiel weniger bestritten haben – und zwar ihr direktes Duell.

Das wohl wichtigste Präsent für die Weihnachtsfeier des Teams hatten sich die Leverkusenerinnen damit selbst gemacht. Für die meisten Spielerinnen war dies der letzte Termin im Jahr 2019. Andere müssen oder dürfen noch bis Freitag weiter trainieren. Feifel hat Sonderschichten für alle angesetzt, die nach langer Pause gerade erst wieder zurück im Training sind. Um sie wieder gut zu integrieren, geht es für das Team früh weiter. Zu Beginn der zweiten Januar-Woche startet bereits die Vorbereitung.

Bayer Wellmann – Csiszar (57. Reger), Barth, Wirtz – Sahlmann, Vinken (74. Kerschowski), Wimmer, Zeller, Jessen - Nikolic, Uebach.