Bayer Giants sind zu Gast bei der Reserve der Gießen 46ers

Gießen ist zuhause noch ungeschlagen : Die Giants erwartet ein Härtetest in Hessen

Bei den Gießen 46ers Rackelos stehen die Zweitliga-Basketballer aus Leverkusen vor der wohl größten Herausforderung seit Wochen.

Die Bilanz der Bayer Giants ist in der zweiten Basketball-Liga (ProB) bislang makellos. Allerdings holten die Leverkusener vier ihrer fünf Siege gegen die Teams auf den letzten Plätzen. Ein anderes Kaliber erwartet die Mannschaft von Trainer Hansi Gnad am Sonntag (18 Uhr) in Gießen. Die Rackelos, wie die Zweitvertretung des Bundesligisten genannt wird, verloren zwar drei Mal auswärts, sind zu Hause aber ungeschlagen.

„Das könnte auch daran liegen, dass die Heimspiele fast nie mit Spielen in der Bundesliga kollidieren“, vermutet Gnad. Basketballer wie Bjarne Kraushaar, Tim Uhlemann und Alen Pjanic, die in beiden Teams aktiv sind, können so immer auch bei den Begegnungen der Reserve dabei sein. „Allerdings ist die Mannschaft in Gießen ohnehin immer besonders motiviert. Auch bei Spielen der Zweiten ist die Stimmung sehr gut. Das beflügelt natürlich“, sagt der Coach.

Die Rackelos sind durch die Bank stark besetzt. Johannes Lischka ragt mit bisher 91 Punkten und viel Bundesliga-Erfahrung heraus. „Aber sie haben acht Spieler in ihren Reihen, die fast zehn Punkte im Schnitt machen. Das macht es extrem schwer für uns“, erklärt Gnad. „Wenn wir Lischka ausschalten – was natürlich zu unserem Plan gehört – kommt jemand anderes nach. Da ist immer noch ein Spieler auf der Bank, der erfolgreich Verantwortung übernehmen und heiß laufen kann.“

Genau das ist in dieser Saison bisher auch die Stärke der Giants. Der Kader ist auch in der Breite von hoher Qualität. Das war bei den Gegnern zuletzt überwiegend anders. Umso wichtiger wird es sein, dass es den Leverkusenern erneut gelingt, gute Entscheidungen im Abschluss zu treffen. Im Zusammenspiel haben die Giants derzeit das Auge für den am besten postierten Mitspieler – ohne dabei jedoch zu Schönspielerei zu tendieren. Die Saisonwurfquote von 49,8 Prozent bei Abschlüssen für zwei Punkte und 38,1 Prozent bei Distanzwürfen spricht für sich. Die Gießener Zahlen sind allerdings fast genauso stark.

Selbstverständlich hofft Gnad, dass seine Mannschaft am Sonntag Zählbares mit nach Hause bringt. Nur werden die Giants nicht wie zuletzt in Rhöndorf und gegen Köln von gegnerischen Schwächen profitieren. Den Rhöndorfern fehlte der US-Amerikaner, Köln trat ersatzgeschwächt an und verlor seinen Importspieler im zweiten Viertel aufgrund eines Foulspiels. „Gießen wird in Bestbesetzung auflaufen“, ist sich Gnad sicher. Der 55-Jährige wird jedoch auf Nino Celebic verzichten müssen. Der Serbe hatte schon gegen Köln wegen einer Zerrung aussetzen müssen. Gnad: „Er kann leider noch gar nicht trainieren, so dass ich auf keinen Fall ein Risiko eingehen werde. Wir brauchen ihn langfristig.“

Davon abgesehen sollten die Giants komplett auflaufen können, auch wenn es hier und da Absagen beim Training gegeben hat. „Einige Jungs sind gesundheitlich ein wenig angeschlagen. Das ist in dieser Jahreszeit aber völlig normal“, sagt der Coach.

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