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Basketball: Bayer Giants müssen sich gegen Jena steigern

Basketball : Bayer Giants müssen sich gegen Jena steigern

Vermutlich müssen die Zweitliga-Basketballer eine weitere Woche auf Spielmacher Willy Manigat verzichten. Dennoch soll in der Smidt-Arena (19.30 Uhr) der zweite Saisonsieg gelingen.

Die Stimmung entspricht in keiner Weise dem Tabellenstand. Einen Sieg und vier Niederlagen gibt es nach einem Drittel der Hinrunde zu verbuchen. Keine sonderlich ermutigende Bilanz. Dennoch sind in den Gesichtern von Achim Kuczmanns und seines Co-Trainers Stephan Ruers keine tiefen Sorgenfalten zu finden. Das liegt zum einen daran, dass es zwei Mannschaften in der ProA noch schlechter geht: Ehingen und Cuxhaven haben noch überhaupt kein Spiel gewonnen, so dass die Bayer Giants immer noch oberhalb der roten Linie liegen.

Zum anderen müssen die Riesen vom Rhein nicht mit ihrer Spielweise hadern. Dass es gerne ein paar Punkte mehr auf dem Konto sein könnten, verhehlt zwar niemand, wirklich unterlegen waren die Giants aber bei keiner ihrer vier Pleiten. Im Gegenteil: Bayer kratzte gegen vermeintliche Übermannschaften wie Würzburg, Vechta und zuletzt in Hamburg oft genug an der Überraschung, ging am Ende aber jeweils leer aus. Vielleicht liegt darin aber auch die Crux, denn letztendlich bleibt auch die ProA ein rein ergebnisorientierter Wettbewerb, gutes Auftreten und enge Niederlagen bedeuten auf Dauer keine verlängerte Daseinsberechtigung.

Vergangene Saison, an deren Ende der auch diesmal wieder angepeilte Klassenerhalt stand, holten die Giants die nötigen Zähler vor allem in der heimischen Smidt-Arena, dazu hat das Kuczmann-Team heute die nächste Gelegenheit, Gegner ist der Tabellendritte Science City Jena (19.30 Uhr). Für einen Erfolg ist indes eine klare Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche in Hamburg nötig, denn abgesehen vom engen Spielverlauf war der Trainer der Giants mit dem Auftritt in der Hansestadt nur mäßig zufrieden: "Wir hatten viele Ballverluste und haben unsere Angriffe nicht vernünftig ausgespielt, das ist nicht unser Anspruch."

Mit welchem Personal er das Unterfangen zweiter Saisonsieg angehen kann, steht noch nicht fest. Die ersehnte Rückkehr von Willy Manigat dürfte sich noch um eine weitere Woche verschieben. Der Kanadier ist von seiner Oberschenkelblessur noch immer nicht vollständig genesen - mehr als nur ein herber Verlust. Der 27-Jährige fehlt als Antreiber und Taktgeber und verkörpert ziemlich genau die fünf Prozent, die den Giants in den vergangenen Wochen fehlten. Dennoch sei es das Risiko nicht wert: "Der Muskel ist immer noch verhärtet, der Junge will natürlich spielen, aber wir haben nichts davon, wenn er nicht richtig gesund ist und danach vielleicht wieder sechs Wochen ausfällt."

Da sich bei den Towers in Kai Behrmann ausgerechnet auch noch sein erster Vertreter verletzte (Sprunggelenk) müssen sich erneut Marc Sonnen und Kapitän Matthias Goddek die Rolle des Guards teilen. Kuczmann: "Wir haben auch so genug gute Jungs, um zu gewinnen."

(sl)