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Lokalsport: Bayer Giants müssen gegen die Krise punkten

Lokalsport : Bayer Giants müssen gegen die Krise punkten

Erst ein Sieg aus sechs Begegnungen - bei den Bayer Giants könnte die Stimmung kippen. In den ersten Wochen der Saison war die Atmosphäre um die Smidt-Arena trotz Erfolglosigkeit absolut positiv.

Die Giants als Low-Budget Team bekamen es gleich zu Beginn mit einer Reihe von finanziellen und ambitionierten Schwergewichten zu tun und verpassten oft nur haarscharf die Überraschung. Dazwischen schlug das Stimmungsbarometer mit dem Wahnsinnssieg gegen Gießen stark nach oben aus.

Doch mit den letzten beiden Spieltagen scheint die Euphorie zu verfliegen. Dass in Willy Manigat (Oberschenkel) der Organisator fehlt und auch dessen Vertreter Kai Behrmann (Sprunggelenk) länger verletzt fehlen kann, darf dabei nicht als alleinige Ursache für die anhaltende Erfolglosigkeit gesehen werden. Schon im Spiel in Hamburg haderte Achim Kuczmann mit der Spielanlage seines Teams, das im Spielaufbau fahrig und beim Abschluss zu hektisch agierte. "Wir können gegen Jena zeigen, dass wir aus unseren Fehlern gelernt haben", sagte der Coach vor dem vergangenen Heimspiel. Doch der Auftritt gegen die Thüringer glich eher einem weiteren Rückschritt, denn die Riesen brachten in der Offense fast nichts zustande, trafen nur bei 14 von 38 Versuchen aus dem Feld.

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Dass mit solchen Werten in der zweiten Liga keine Spiele zu gewinnen sind, weiß Kuczmann. Nur 67,5 Punkte erzielten die Giants bislang in dieser Spielzeit im Schnitt und stehen damit in der Angriffsstatistik wie auch in der Tabelle auf dem drittletzten Platz. Dass damit die Anspannung in Mannschaft und Umfeld zunimmt, will niemand bestreiten. Die im Vorfeld geäußerten Ziele und die Erfahrungen aus dem Pro-A-Premierenjahr schützen indes vor Panikmache, zudem ist noch nicht einmal ein Viertel der Saison vorbei. Auf der anderen Seite können Negativerlebnisse auch schnell eine Eigendynamik entwickeln, zumal es auch der Spielplan in nächster Zeit nicht unbedingt gut mit den Giants meint.

In den kommenden 15 Tagen müssen die Riesen viermal hintereinander auswärts antreten. Heute Abend geht's nach Nürnberg. Die Franken kassierten zuletzt überraschend eine Niederlage gegen Chemnitz, einer von Bayers potenziellen Konkurrenten um den Klassenerhalt. Viel wird davon abhängen ob Manigat nach seinem Muskelfaserriss wieder genesen ist. Marc Sonnen und Matthias Goddek haben zwar zuletzt als Stellvertreter nicht enttäuscht, doch ihre Stärken liegen nicht im Aufbau, die erhoffte Rückkehr des Kanadiers dürfte auch dem Rest des Teams einen Motivationsschub geben. Nach dem Gastspiel im Süden treffen die Giants dann am Sonntag auf Paderborn.

(sl)