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Bayer Giants Leverkusen bieten offensiven Leckerbissen

Saisonstart geglückt : Giants bieten einen offensiven Leckerbissen

Bayers Basketballer setzen sich zum Start der ProB mit 98:92 gegen Bayern München II durch – auch dank überragender Dreier-Quote.

Eine Minute vor Schluss sorgte Dennis Heinzmann mit einem gewaltigen Dunk zum 97:89 für die Entscheidung gegen die Reserve von Bayern München. Der 2,16 Meter große Zugang der Bayer Giants zeigte den rund tausend jubelnden Zuschauern in der Ostermann-Arena beim Saisonstart in die ProB seine Muskeln. Ihre spielerische Stärke beim 98:92-Erfolg hatten die Leverkusener im Angriff während der gesamten 40 Minuten unter Beweis gestellt.

Bereits im ersten Viertel lief es offensiv: Alexander Blessig versenkte gleich den ersten Dreier. Und auch in der Folge waren es vor allem erfolgreiche Distanzschüsse, die das Publikum in Wallung brachten. Tim Schönborn hatte bei den ersten drei Versuchen Erfolg, aber auch der Rest des Teams versetzte den Bayern durch (zumeist hervorragend herausgespielte) Fernschüsse Nadelstiche. Nur selten nahmen die Hausherren Würfe in Bedrängnis. Das von Coach Hansi Gnad im Vorfeld geforderte Tempospiel konnten die Leverkusener jedoch zu selten anbringen.

Die Münchener hatten ebenfalls eine sehr hohe Trefferquote von draußen und zudem bei den Rebounds (zur Halbzeit 20:14 für den FC Bayern) die Nase vorn. Mit 46:46 ging es in die Pause, aus der die Gäste erfolgreicher herauskamen. Sie erzielten sieben Punkte in Folge, nachdem Nino Celebic, Nick Hornsby und Marian Schick im Angriff jeweils den Ball verloren hatten.

Abhängen ließ sich Bayer aber nicht. Schick, Valentin Blass und der überragende Schönborn hielten ihre Mannschaft im Spiel. Die Giants-Offensive rollte weiter. Ron Mvouika lief auf dem Weg zum 70:70 heiß, aber immer noch fehlten die überragenden Aktionen in der Abwehr. Immerhin: Schick gelang ein Rebound, schnell ging es nach vorne, wo Blessig Dennis Heinzmann mit einem Alley-Hoop in Szene setzte.

Mvouika übernahm offensiv nun das Zepter, zog Fouls und stellte vor dem Schlussviertel auf 76:72. Der Vorsprung war aber schnell dahin: Nachdem Schick den Ball zum fünften Mal aufgrund eines technischen Fehlers verloren hatte, leistete er sich ein unsportliches Foul, das den Gästen Freiwürfe und Ballbesitz einbrachte. Er machte es umgehend wieder gut, als er das Spielgerät völlig unbeeindruckt in die Maschen beförderte. Nach einem weiteren Alley-Hoop von Heinzmann war Bayer auf sieben Punkte weg.

Auch wenn die Bayern noch mal herankamen, spielten die Giants im letzten Viertel ihre größte Stärke aus – die enorme Breite des Kaders. Gnad konnte munter durchwechseln, ohne nennenswerte Qualitätsverluste zu erleiden.

Die entscheidenden Rebounds gingen nun an die Gastgeber und Schick zeigte all seine Erfahrung. Der Power-Forward riss das Spiel an sich und war bei acht Punkten in Folge nicht mehr zu stoppen. Die Dreierquote stieg auf 52 Prozent. „Das machen wir auch nicht alle Tage“, sagte Hansi Gnad, der zufrieden war. „Wir haben offensiv sehr gute Entscheidungen getroffen. Aber 92 Gegenpunkte sind zu viel. Das muss man klar sagen.“