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Bayer Giants: Das Spiel gegen Bayern München II ist kaum berechenbar

ProB Süd : Die Giants reisen zur Wundertüte der Liga

Bei der Zweitvertretung von Bayern München wollen die Basketballer ihren Höhenflug in der ProB fortsetzen.

Mit 13 Siegen und einer Niederlage führen die Bayer Giants die ProB-Süd an. Verfolger Schwenningen liegt mit einer 10:4-Bilanz deutlich dahinter. „Da wollte ich den Jungs auch mal ein paar Tage mehr freigeben“, sagt Trainer Hansi Gnad, der sein Team unmittelbar nach dem 79:71-Erfolg gegen die Gießen 46ers Rackelos in die Weihnachtspause verabschiedete. Jetzt sind Mannschaft und Coach wieder voller Tatendrang. Am Samstag (14 Uhr) ist Leverkusen zu Gast bei Bayern München II.

„Ich weiß nicht, wie lange der eine oder andere Silvester gefeiert hat“, sagt Gnad. „Aber zum ersten Training am 1. Januar kamen alle in gutem Zustand.“ Ausfälle werden die Giants in München voraussichtlich nicht zu beklagen haben. Der zuletzt angeschlagene Alexander Blessig ist ebenfalls auf dem Weg der Besserung und soll spielen. Was die Giants bei den Bayern erwartet, ist vorab allerdings kaum zu sagen.

Die Reserve des Bundesligisten absolviert eine durchwachsene Saison. So gewann die Truppe gegen stärkere Mannschaften wie Elchingen (74:70), Schwenningen (72:54) oder Coburg (84:67), unterlag aber zum Beispiel gegen das Schlusslicht Köln mit 74:81. Die Bilanz von 7:7 spiegelt die Wechselhaftigkeit der Münchner wider. „Es ist die oder zumindest eine der jüngsten Mannschaften der Liga“, liefert Gnad die Erklärung für die fehlende Konstanz der Truppe. „Sie kann extrem gut spielen, dann läuft es phasenweise aber auch sehr bescheiden.“

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Das Talent in der Mannschaft ist groß. Zwei 25-Jährige sind die Erfahrendsten: Center Nemanja Markovic und Aufbauspieler Viktor Frankl-Maus. Insbesondere Letzterer übernimmt viel Verantwortung auf dem Feld und steuert im Schnitt zehn Punkte bei. Die Leistung verteilt sich bei den Bayern allerdings auf viele Schultern. Ähnlich wie bei den Leverkusenern treffen mehrere Spieler fast im zweistelligen Bereich. Erfolgreichster Schütze ist der 19-jährige Nelson Weidemann, der auch zum erweiterten Bundesliga-Kader gehört. 203 Punkte (14,5 im Schnitt) gehen auf das Konto des U20-Nationalspielers. „Es ist eine Mannschaft, die sehr viel Energie aufs Parkett bringt“, weiß Gnad. Im Hinspiel setzten sich die Leverkusener in der Ostermann-Arena zwar mit 98:92 durch, bekamen die Gäste defensiv aber kaum in den Griff.

Gnad betont zwar immer wieder, dass es ihm lediglich um eine gute Platzierung für die nach der regulären Saison beginnenden Play-offs geht, doch weit weg ist die Sicherung des ersten Ranges und damit die beste Ausgangsposition nicht. Die Konkurrenz strauchelt immer wieder, während die Giants vor Selbstvertrauen strotzen. Auch in schlechteren Phasen behalten sie die Nerven.

„Der erste Platz ist mir egal, wenn wir in den Play-offs nicht da sind“, hatte der Coach unlängst gesagt. Denn dort werden die Karten wieder neu gemischt.