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Bayer 04 Leverkusens Frauen verpassen zweiten Streich gegen München

0:3 gegen Bayern München : Bayers Frauen verpassen zweiten Streich

Das Hinspiel in München gewannen die Fußballerinnen der Werkself überraschend. Im zweiten Aufeinandertreffen der Saison revanchiert sich der FC Bayern mit einem 3:0-Sieg im Haberland-Stadion.

Zumindest eine Hälfte lang ging der Plan von Bayers Fußballerinnen hervorragend auf. Am Ende erwies sich der Favorit Bayern München allerdings trotz aller guten Ansätze als zu große Hürde. Aber die Leistung beim 0:3 (0:0) taugt immerhin als Mutmacher für die kommenden Wochen, in denen in der Liga Duelle mit Gegnern anstehen, mit denen sich das Team von Trainer Achim Feifel eher auf Augenhöhe befindet.

Wobei gegen das Star-Ensemble von der Isar ein Klassenunterschied lange nicht sichtbar war. Im Gegenteil: Bis zur Pause wirkten die Gäste fast ein wenig ratlos, wie sie ihre klaren Vorteile beim Ballbesitz gewinnbringend nutzen können. Eine Vielzahl ihrer Versuche, sich dem Tor von Anna Klink zu nähern, endete im Abseits. Mehr als ein Pfostentreffer von Mandy Islacker und ein Schuss ans Außennetz durch Giulia Gwinn hatten sie nach 45 Minuten nicht auf der Habenseite.

Die Hoffnung auf eine zweite Überraschung nach dem unerwarteten Sieg der Leverkusenerinnen im Hinspiel lebte auch deshalb, weil Bayer sich nicht alleine auf gutes Verteidigen verließ, sondern auch selbst mutig nach vorne preschte, wenn sich die Möglichkeit dazu ergab. Eingeleitet wurden vielversprechende Offensivaktionen immer wieder durch Balleroberungen der Angreiferinnen Ivana Rudelic und Pauline Machtens oder der pfeilschnellen Isabelle Kerschowski, die den Münchnerinnen im Aufbau keine Ruhe gönnten und fast pausenlos Jagd auf die jeweils ballführende Spielerin machten.

Das funktionierte erstaunlich gut, aber es fehlte bei der Verwertung der daraus resultierenden Gelegenheiten die Präzision. Immer fehlte ein kleines bisschen zum Torerfolg. „In der ersten Halbzeit haben wir gut verteidigt und die Bayern wenig zur Entfaltung kommen lassen“, befand Feifel. Das 0:0 zur Pause sei daher absolut in Ordnung gewesen. „Wir hatten zwei gute Chancen. Wären wir da effektiver gewesen, hätten wir sogar mit einer Führung in die Halbzeit gehen können“, erläuerte der Leverkusener Trainer.

So selbstbewusst seine Schützlinge nach dieser überzeugenden ersten Häfte auch in den zweiten Durchgang gingen, so kalt wurden sie schon kurz nach Wiederanpfiff erwischt. Die Ex-Leverkusenerin Carolin Simon zog in den Strafraum und legte für Lineth Beerensteyn auf, die nur noch einschieben brauchte (52.). Dieser Treffer zeigte Wirkung. In der 53. Minute konnte Merle Barth noch in höchster Not für die von Beerensteyn bereits umkurvte Anna Klink retten.Kurz danach sorgte dann jedoch Linda Magull für die Vorentscheidung zugunsten der Gäste.

Fast schien es, als hätte ihr Kopfball-Treffer, den vorher so agilen Leverkusenerinnen den Stecker gezogen. Sie kamen anschließend nicht mehr gefährlich nach vorne und konnten von Glück sagen, dass das Ergebnis nicht noch deutlicher ausfiel. „Wir haben im zweiten Durchgang zu schnell das 0:1 kassiert. Danach sind wir auch konditionell eingebrochen. Einige unserer Spielerinnen haben da einfach noch etwas Rückstand durch Verletzungen in der Vorbereitung“, sagte Feifel.

Das Ergebnis fand er auch in der Höhe verdient – und es hätte durchaus noch deutlicher ausfallen können. So setzte unter anderem Simone Laudehr einen Kopfball an die Unterkante der Latte und ein weiterer Magull-Treffer zählte wegen Abseits nicht. Zudem rettete Henrike Sahlmann auf der Linie bei einem Abschluss von Jovana Damnjanovic. Der dritte Gegentreffer durch Simone Sorensen fiel jedoch erst in der Schlussminute.