1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen
  4. Sport Leverkusen und Leichlingen

Bayer 04 Leverkusen: U19-Trainer Sven Hübscher zieht Zwischenbilanz

Fußball, Junioren-Bundesliga : U19-Trainer Sven Hübscher zieht positive Zwischenbilanz

Bayer Leverkusens U19-Trainer Sven Hübscher attestiert den Talenten der Werkelf trotz der fehlenden Pflichtspielpraxis eine gute Entwicklung.

Seit Anfang des Jahres ist Sven Hübscher Trainer der U19 von Bayer 04. Der ehemalige Co-Trainer des Bundesligisten FC Schalke soll unter anderem für eine bessere Durchlässigkeit zu den Profis sorgen. Hübscher übernahm den Bayer-Nachwuchs allerdings in einer komplizierten Phase. Die Saison war wegen der Pandie unter- und ist inzwischen längst abgebrochen. „Ich brauchte am Anfang ein wenig Unterstützung, weil die Situation speziell war. Aber ich wurde sehr gut aufgenommen und so war es einfach, sich zu integrieren“, sagt der Coach. Die professionellen Bedingungen im Leistungszentrum am Kurtekotten und die von Anfang an sehr gute Zusammenarbeit mit den Kollegen seien eine große Hilfe gewesen.

Die individuelle Entwicklung der Spieler ist sein Auftrag – auch in Pandemiezeiten. „Klar ist es für die Entwicklung der Jungs schwierig gewesen. Das Spiel am Wochenende ist ein wichtiger Faktor“, sagt Hübscher. Aufgrund der mangelnden Spielpraxis sei es normal, dass den Spielern ein paar Prozent fehlen würden. Dennoch hat er klare Fortschritte bei seiner Mannschaft erkannt. „Wenn ich mir die 2002er- und 2003er Jahrgänge im Vergleich zum Januar anschaue, und wie sie in der letzten Zeit das Positionsspiel beherrscht haben, sehe ich, dass sich die Spieler trotz der Umstände entwickeln konnten.“

  • Bei der Mallorca Challenge wusste sich
    Radsport : Sven Thurau fährt auf Platz zwölf
  • Als mögliche Rösler-Nachfolger : Diese zwei Trainer soll Fortuna im Auge haben
  • Gerardo Seoane winkt bei der Meisterfeier
    Vertrag bis 2024 : Auf Gerardo Seoane kommt viel Arbeit zu

Als U19-Trainer ist zudem immer ein wichtiges Ziel, möglichst viele Talente für die Profis auszubilden. Das ist Hübscher bewusst. „Natürlich soll auch einer für die erste Mannschaft dabei sein, aber die Ansprüche sind sehr hoch, da Bayer 04 nicht nur irgendein Bundesligaverein ist“, betont er. Das heißt: Junge Spieler brauchen möglichst früh Champions-League-Niveau. „Es ist klar, dass wir nicht jedes Jahr einen Spieler der Klasse Kai Havertz oder Benjamin Henrichs hervorbringen können. Deswegen müssen wir in der Ausbildung unserer eigenen Spieler besser werden, aber auch bessere Talente verpflichten“, sagt Hübscher. Außerdem gehe es nicht nur darum, Spieler für den eigenen Verein, sondern für den Profifußball insgesamt auszubilden.

Darauf hoffen auch die Talente des 2002er-Jahrgangs von Bayer 04. Aufgrund der fehlenden Möglichkeit, sich zu empfehlen, sind die Angebote von Profivereinen rar. Das Trainerteam versuche die Spieler bestmöglich zu unterstützen, indem man beispielsweise Trainingseinheiten aufgenommen und Testspiele live übertragen habe, erklärt Hübscher. „Damit wollten wir den Jungs eine Bühne bieten.“ Es bleibt aber eine schwierige Situation für den älteren Nachwuchs, der in diesem Sommer den Weg in den bezahlten Fußball sucht.

Nach Pfingsten will das Trainerteam den Spielern knapp zwei Wochen frei geben, ehe im Juni die Vorbereitung starten soll. Einen genauen Plan gibt es noch nicht, weil der DFB noch kein Startdatum festgelegt hat. „Eine klassische Vorbereitung wird es nicht geben. Deswegen nutzen wir schon jetzt die Zeit, um flexibel zu sein“, sagt Hübscher.

Jetzt geht es darum, dass sich unter den derzeit möglichen Umständen die neuen Jahrgänge in der U19 kennenlernen und als Team zusammenwachsen. Mit Blick auf die kommende Saison sagt der 42-jährige: „Ich glaube, dass es momentan gut aussieht und wir wieder spielen können. Wir haben meiner Meinung nach gezeigt, dass der Spielbetrieb unter Einhaltung der Hygienekonzepte funktionieren kann.“