Bayer 04 Leverkusen: Torhüterin Anna Klink bricht sich den Finger und fällt aus

Vor Pokalspiel in Frankfurt : Torhüterin Anna Klink bricht sich den Finger und fällt aus

Der verletzungsgeplagte Frauenfußball-Bundesligist aus Leverkusen kann am Samstag (13 Uhr) mit einem Sieg beim 1. FFC Frankfurt in das Viertelfinale des DFB-Pokals einziehen. Trainer Achim Feifel muss dabei auf Stammtorhüterin Anna Klink verzichten.

Die Serie der Hiobsbotschaften für Achim Feifel reißt nicht ab. Jetzt muss der Trainer von Bayers Bundesliga-Fußballerinnen bis zur Winterpause auch noch auf Torhüterin Anna Klink verzichten. Sie hat sich den Finger gebrochen und wird wohl von Anna Wellmann ersetzt. Spielführerin Merle Barth steht zudem weiter nicht zur Verfügung. Inzwischen pausiert damit fast eine komplette Elf. Da ist es ein schwacher Trost, dass im DFB-Pokalspiel am Samstag (13 Uhr) beim 1. FFC Frankfurt zumindest Ann-Kathrin Vinken nach ihrer Sperre zurückkehrt.

An Motivation mangelt es den Leverkusenerinnen trotz dünner Personaldecke nicht. Sie ärgern sich noch über über das 1:3 zuletzt im Ligaspiel gegen den FFC – und vor allem die Art und Weise, wie es zustande kam. „Wir haben den Start komplett verschlafen und sind erst Mitte der zweiten Halbzeit wirklich aufgewacht“, erinnert sich Feifel. Nicht vergessen hat er auch, was dann folgte. Bis zu dieser Heimniederlage hatte sein Team einen guten Saisonstart hingelegt, danach ging es bergab. Erst gegen Jena beendete Bayer die Niederlagenserie.

Das erste Treffen soll dem Trainer dabei als Maßstab dienen, wie es nicht geht. „Da waren wir lange viel zu passiv und hatten keinen Zugriff. Jetzt wollen wir gleich von Beginn an gut gegen den Ball arbeiten, den Gegner zu Fehlern zwingen und unsere Umschaltmomente dann auch nutzen“, betont Feifel, auch wenn das freilich nicht einfach werde.

Dennoch lebt der Traum vom Einzug ins Pokalviertelfinale – und vielleicht sogar mehr. Erst einmal qualifizierten sich die Leverkusenerinnen für das Halbfinale. Für mehr ist ein weiterer Blick in die Vergangenheit nötig – zum Vor-Vorgängerverein, also zur SSG 09 Bergisch Gladbach, deren Frauenfußball-Sparte später zum TuS rrh. Köln und von dort nach Leverkusen wechselte. Die SSG holte in der ersten Hälfte der 1980er Jahren dreimal den Pokal und stand zuletzt 1986 im Finale. Von einem Titel sind die aktuellen Nachfolgerinnen denkbar weit entfernt. Erst einmal müssten sie am Samstag den Liga-Fünften Frankfurt schlagen. Und das wird schwierig genug.