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Bayer 04 Leverkusen: Nikolic und Tanaka erzielen gegen Essen die Tore

Fußball, Frauen-Bundesliga : Zwei Kopfballtore bringen den Sieg

Die Bundesliga-Fußballerinnen von Bayer 04 Leverkusen schlagen die SGS Essen mit etwas Glück 2:1 (2:0). Trainer Achim Feifel betont: „In der zweiten Halbzeit hat eine Menge nicht gestimmt, aber immerhin die Moral.“

Fans von Bayers Bundesliga-Fußballerinnen brauchten etwas Geduld, ehe sie Bewegtbilder vom Heimspiel gegen die SGS Essen zu sehen bekamen. Denn der übertragende Fernsehsender Eurosport blieb zunächst bei einem Live-Tennisspiel und schaltete erst mit mehr als 30 Minuten Verzögerung ins Ulrich-Haberland-Stadion. Immerhin hat sich das lange Warten aus Leverkusener Sicht gelohnt. Das Team von Trainer Achim Feifel gewann auch das dritte TV-Spiel und zieht durch das 2:1 (2:0) punktemäßig gleich mit dem Vierten Potsdam, der bereits am Mittwoch 2:3 gegen den FC Bayern verloren hatte.

Platz vier wäre ein schöner Bonus. In erster Linie aber möchte die Feifel-Elf den fünften Rang verteidigen. Und dafür war der Erfolg gegen einen der drei Verfolger goldwert. Acht Zähler liegt Bayer nun vor Frankfurt (zwei Spiele weniger), Essen und Freiburg (je ein Spiel weniger). Mindestens einer der Verfolger wird jedoch am Sonntag sicher punkten, wenn der SCF die SGE empfängt.

Aber zurück zum Live-Spiel: Als Eurosport nach Leverkusen umschaltete, führten die Gastgeberinnen bereits 1:0 durch einen platzierten Kopfball von Torjägerin Milena Nikolic bei einer Ecke von Kristin Kögel nach ziemlich genau zwölf Spielminuten. Überhaupt lief es im ersten Durchgang trotz einiger Ungenauigkeiten nach Maß. Denn defensiv unterband der Tabellenfünfte den Spielaufbau des Gegners fast durchweg und überstand auch zwei bange Momente bei Kontern über Carlotta Wamser unbeschadet, weil Lilla Turanyi einmal ein starkes, perfekt getimtes Tackling zeigte und die junge Essenerin bei der zweiten Gelegenheit über das Tor zielte. Zur Pause sprach schon viel für Bayer – weil Mina Tanaka in der 38. Minute ebenfalls per Kopf erhöht hatte.

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Aus der Pause kamen die Gäste aber mit viel Entschlossenheit und kauften Bayer schnell den Schneid ab. Im dritten Anlauf traf Wamser nicht unverdient zum Anschlusstreffer (53.) und verunsicherte die Leverkusenerinnen zusätzlich. Obwohl Feifel versuchte, durch die Hereinnahmen von Henrietta Csiszár, Juliane Wirtz und Ann-Kathrin Vinken Ruhe ins Spiel zu bringen, musste er bis zum erlösenden Schlusspfiff ernsthaft um den Erfolg bangen.

Spätestens im zweiten Durchgang wurden seine Schützlinge dem überschwänglichen Lob des Leistungszentrums-Leiters Thomas Eichin („ein tolles Team“, „da schaut man gerne zu“) kaum noch gerecht. Aber immerhin blieb ihnen das Spielglück hold – wie schon so häufig in dieser Saison. Denn Essen machte zu wenig aus der deutlichen Feldüberlegenheit und dem Dauerdruck, nutzte die wenigen Chancen nicht und verpasste so den Ausgleich, der zweifellos verdient gewesen wäre. Feifel bestätigte: „Das war ein ziemlich glücklicher Sieg. In der zweiten Halbzeit hat eine Menge nicht gestimmt, aber immerhin die Moral. In dieser Saison haben wir oft das nötige Quäntchen Glück.“

Weiter geht es für die Leverkusenerinnen erst am 9. Mai mit dem Heimspiel gegen den SV Meppen. Gewinnt die Feifel-Elf auch das, stehen die Chancen auf Platz fünf bei danach nur noch zwei ausstehenden Partien gut.

Bayer 04 Klink; Kerschowski, Brüggemann, Turanyi, Sahlmann (74. Vinken) – Rackow (59. Csiszár), Matysik, Kögel (59. Wirtz), Zeller - Nikolic, Tanaka (86. Bücher).