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Bayer 04 Leverkusen: Nationalspielerin Ivana Rudelic muss in Quarantäne

Nach Länderspielreise : Nationalspielerin muss in Quarantäne

Ivana Rudelic verpasst das Bundesliga-Spiel der Bayer-Frauen in Potsdam. Sie muss nach einem positiven Corona-Test einer Mitspielerin vorsorglich in Quarantäne.

Zeit zum Verschnaufen fanden Bayers Bundesliga-Fußballerinnen in der Länderspielpause nicht. Coach Achim Feifel nutzte die Chance zu einem Test gegen die weibliche U19 des DFB. Dazu traten gleich sieben Spielerinnen mit ihren Nationalteams in der EM-Qualifikation an – mit unterschiedlichem Erfolg. Milena Nikolic und Lara Marti gehörten allerdings nicht zur Reisegruppe. Die Bosnierin wurde am lädierten Finger operiert und die Schweizerin war zwar auf Abruf, wurde von den Eidgenossinen aber nicht angefordert.

Natürlich verfolgte Feifel die Ergebnisse seiner Schützlinge mit Interesse. „Das Wichtigste ist für mich dabei, dass alle heil wieder hier ankommen“, sagte er. Bei Ivana Rudelic gibt es indes schlechte Neuigkeiten: Die Kroatin muss nach Bekanntwerden eines positiven Corona-Tests bei einer Mitspielerin vorsorglich in eine fünftägige häusliche Quarantäne und verpasst damit die Bundesliga-Partie am Sonntag bei Turbine Potsdam (14 Uhr). Das ist besonders schade, da die 28-Jährige sich zuletzt in starker Form präsentierte und Kroatien sowohl beim 1:1 gegen die Schweiz als auch beim 1:4 in Rumänien jeweils früh in Front brachte.

Lilly Turanyi und Dorá Zeller (wie Henrietta Csiszár für Ungarn im Einsatz) trafen beim 5:0-Erfolg in Lettland jeweils doppelt. Zweimal in der Startelf stand bei Polen Sylwia Matysik. Viktoria Pinther (Österreich) wurde eingewechselt. Nur Sandra Maria Jessen (Island) saß lediglich auf der Bank. Angesichts der vielen Nationalspielerinnen setzte Bayer im Test auch zahlreiche Spielerinnen ein, die in bislang aus unterschiedlichen Gründen noch wenig Wettkampfpraxis haben. Entsprechend zäh gestaltete sich das 3:3 gegen die deutsche Juniorinnen-Auswahl am Kurtekotten zu Beginn. Allerdings steigerten sich die Platzherinnen und kamen nach 1:3-Rückstand noch zum verdienten Ausgleich. Die Tore für die Feifel-Elf erzielten Juliane Wirtz, Katharina König und Frederike Kempe. „Dieses Spiel hat uns einige wertvolle Erkenntnisse gebracht“, betonte der Trainer.

Am Wochenende wartet auf ihn und sein Team in Potsdam eine echte Standortbestimmung. „Turbine wird in diesem Jahr sicherlich oben mitspielen“, betont Feifel. Allerdings hält er Bayer, das mit dem Selbstvertrauen von zwei Siegen zum Start aufläuft, keineswegs für chancenlos. Für beide Aussagen fand er Anhaltspunkte in den bisherigen Auftritten des Gegners. Zum Start schlug Turbine Hoffenheim. Andererseits kam Potsdam bei Aufsteiger Meppen nicht über ein 2:2 hinaus, lag dabei sogar 0:2 zurück. 

Ob Nikolic nach ihrer Operation wieder einsatzfähig ist, wird sich kurzfristig entscheiden. Vielleicht reicht es zumindest zu einem Einsatz als Joker. In dieser Rolle hat Nikolic beim Sieg gegen den MSV schon überzeugt, als sie eingewechselt wurde und das wichtige 1:0 erzielte. Gegen eine Wiederholung hätte Feifel nichts einzuwenden.