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Bayer 04 Leverkusen: Fußballerinnen verschlafen erste Halbzeit in Frankfurt

Vorne harmlos, hinten anfällig : Bayers Frauen verschlafen erste Halbzeit in Frankfurt

Die 1:3-Niederlage beim FFC ist ein Rückschlag für Leverkusens Bundesliga-Fußballerinnen. Trainer Achim Feifel ist verärgert.

Auch im zweiten Pflichtspiel des Jahres gingen Bayers Fußballerinnen leer aus – und die Lektion beim 1:3 (0:2) in Frankfurt ähnelte der beim 0:3 gegen München. Sie lautete: Eine gute Halbzeit reicht in der Bundesliga nicht für einen Punktgewinn. Anders als in der Vorwoche leistete sich das Team von Trainer Achim Feifel diesmal seine Aussetzer jedoch vor der Pause und nicht danach. In den ersten 45 Minuten wurde Bayers Abwehr immer wieder durcheinander gewirbelt – und zwar deutlich mehr von der Offensive des FFC als vom durchaus stürmischen Wind.

„Wir konnten wirklich froh sein, dass es nach 45 Minuten nur 0:2 stand. Die erste Hälfte haben wir komplett verschlafen“, ärgerte sich der Leverkusener Coach. Seine Keeperin Anna Klink hatte bereits zweimal hinter sich gegriffen bevor die Rheinländerinnen ein erstes – und bis zum Seitenwechsel auch einziges – Mal gefährlich vor das Tor der Gastgeberinnen kamen. Laura Freigang zeichnete vor 820 Zuschauern per Kopf und Handelfmeter (5./13.) verantwortlich für die hochverdiente Frankfurter Führung.

Alleine in der ersten Viertelstunde der Partie scheiterten Geraldine Reuteler, die Ex-Leverkusenerin Barbara Dunst sowie in einer Szene erst Freigang dann Pawollek. Die einzige nennenswerte Offensivaktion der Feifel-Elf resultierte aus der 30. Minute, aber Sjoeke Nüsken, deren Versuch dem FFC zuvor bereits den Handelfemeter eingebracht hatte, klärte im Gewühl nach einer Ecke auf der Linie.

Deutlich besser wurde es aus Bayer-Sicht nach dem Seitenwechsel. Für Henrietta Csiszár und Pauline Machtens kamen zur zweiten Hälfte Jessica Wich sowie Ivana Rudelic in die Partie und sorgten für eine deutliche Belebung. Der Lohn für die klare Steigerung waren ernsthafte Torchancen, zumeist durch Milena Nikolic. Ihr erster Versuch wurde noch zur Ecke gelenkt (49.). Im zweiten Anlauf klappte es besser. Mit dem Kopf erzielte Bayers Torjägerin den Anschlusstreffer (65.) und weckte so zumindest vorübergehend die Hoffnung auf einen Punktgewinn. Doch die lebte nur rund 25 Minuten, ehe Shekiera Martinez für die Entscheidung sorgte (83.) – als Abschluss eines Konters, der seinen Anfang ausgerechnet bei einer Leverkusener Ecke nahm.

„So reicht es einfach nicht“, betonte Feifel nach dem letztlich kaum gefährdeten Frankfurter Sieg im Stadion am Brentanobad. Deutliche Steigerungen fordert er vor allem bei der Leistungsbereitschaft („da müssen wir ein, zwei Gänge hochschalten“) und beim Siegeswillen seines Teams. „Sonst wird es schwer“, ist der Coach überzeugt.

Verbesserungen müssen her – und das möglichst schnell. Denn am Sonntag steht eine vorentscheidende Partie an. Mit einem Sieg beim Tabellennachbarn SC Sand könnte Bayer den Anschluss ans untere Mittelfeld schaffen. Bei einer Niederlage wäre der Gegner wohl endgültig enteilt und die Leverkusenerinnen gerieten wieder in Abstiegsnöte.

Bayer Klink – Vinken (74. Göransson), Meier, Barth, Sahlmann – Uebach, Csiszár (46. Wich), Wirtz, Kerschowski – Machtens (46. Rudelic), Nikolic.