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Bayer 04 Leverkusen: Fußballerinnen verlieren 1:2 bei Werder Bremen

Fußball, Frauen-Bundesliga : Fußballerinnen bekommen Quittung für schwachen Start

Die Bundesliga-Frauen verlieren 1:2 bei Werder Bremen. Trainer Achim Feifel kritisiert die mangelnde Bereitschaft seiner Spielerinnen, sich gegen die harte Gangart der Gastgeberinnen zu wehren.

Das fuchste Bayers Fußballerinnen sichtlich: Auch im dritten Kräftemessen gegen Werder Bremen brauchten sie etwas Anlaufzeit. Aber anders als im Hinspiel und beim Test im Winter gingen die Leverkusenerinnen dieses Mal trotz klarer Leistungssteigerung und langer Druckphase nicht als Sieger vom Feld. Beim 1:2 im Schatten des Weserstadions büßte das Team von Trainer Achim Feifel seine bis dahin weiße Weste gegen die „Kellerkinder“ der Liga ein. „Das war die verdiente Quittung für eine enttäuschende erste Hälfte“, sagte der Coach.

Schlecht lief es in den ersten rund 20 Minuten. „Da waren wir überhaupt nicht präsent, sind fast gar nicht in die Zweikämpfe gekommen und wurden dafür bestraft“, analysierte Feifel. Erschwerend kam hinzu, dass die ansonsten meist aufmerksame Hintermannschaft bei den Gegentoren patzte. Beim Treffer von Margaritha Gidion (7.) ließen sich die Gäste auskontern, beim zweiten Streich des SVW durch Gabriella Toth (22.) kam die unfreiwillige Vorlage von Bayers Isabel Kerschwoski. Da half es auch nichts, dass sich die Gäste wohl zurecht über eine ungeahndete Abseitsstellung im Vorfeld beschwerten. „Wir haben uns zu sehr über die harte Gangart des Gegners beschwert und zu wenig Gegenwehr geleistet.“

Das wurde schon vor der Pause zunehmend besser und eindeutig nach der Umstellung auf eine Dreierkette und einen Dreiersturm zur Pause. Genügend Zeit wäre also gewesen in der mehr als einstündigen Druckphase der Leverkusenerinnen, in denen Bremen regelrecht in der eigenen Hälfte eingeschnürt wurde. Allerdings blieb bei aller Dominanz ein entscheidender Makel: Mehr als das Anschlusstor durch die insgesamt blasse Milena Nikolic, die nach Zuspiel von Gianna Rackow den Ball leicht abgefälscht in die rechte obere Ecke grätschte (49.), kam dabei nicht herum. Torchancen waren Mangelware.

Immer wieder misslang der letzte Pass, wie etwa bei Rackows beiden Fast-Chancen, als ihr jeweils das Zuspiel auf die hervorragend postierten Mitspielerinnen misslang. Mitunter war auch Pech dabei – wie in der Szene in der 36. Minute, als Dorá Zeller einen Ball parallel zur Torlinie spielte, den Nikolic zunächst verpasste, ehe Rackows Schuss am Außenpfosten landete.

Lange Zeit, sich über die Niederlage zu ärgern, bleibt nicht. Schon am Freitag geht es für Leverkusen weiter. Im ersten von nun drei Heimspielen in Serie empfängt der Fünfte die SGS Essen (Live bei Eurosport).

Bayer 04 Wellmann – Kerschowski, Brüggemann, Vinken, Sahlmann – Wirtz (46. Zdebel) – Rackow, Kögel, Zeller (46. Turanyi) – Tanaka, Nikolic (75. Bücher).