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Bayer 04 Leverkusen: Fußballerinnen verlieren 0:1 beim 1. FC Köln

0:1 beim Nachbarn : Pokal-Traum endet für Bayer in Köln

Die Bundesliga-Fußballerinnen des Werksklubs verlieren 0:1 beim Zweitliga-Rivalen. Das entscheidende Tor in der zweiten Pokalrunde fällt etwa eine halbe Stunde vor dem Abpfiff.

Im Sommer verpassten die Fußballerinnen von Bayer 04 das DFB-Pokalfinale in Köln knapp. Diesmal endete der Traum vom Endspiel im Rheinenergiestadion für den Vorjahres-Halbfinalisten schon im ersten Spiel, wenige Kilometer entfernt von der Finalspielstätte. Im Franz-Kremer-Stadion unterlag das Team von Trainer Achim Feifel dem Nachbarn 1. FC Köln mit 0:1 (0:0) – und hatte anschließend reichlich Grund, sich zu ärgern.

Auch über die Schiedsrichterin, die Bayer zwei Minuten vor dem Ende einen Elfmeter verwehrte, als Nina Brüggemann im Strafraum umgeschubst wurde. Oder über mangelndes Glück in einigen Szenen in der Schlussphase – etwa als Verena Wieder vor dem Kölner Tor knapp am Ball vorbeirutschte. Vor allem aber mussten sich die Schützlinge von Achim Feifel über sich selbst ärgern. Denn diese Niederlage hatte wenig mit äußeren Einflüssen oder mangelndem Fortune, dafür aber viel mit den eigenen Unzulänglichkeiten zu tun.

So verteidigten sie insbesondere beim Siegtor des Zweitligisten nicht konzentriert genug, als Mandy Islacker nach einem Steilpass Amber Barrett bediente, die den Außenseiter in Führung brachte (61.). „Der Gegner bekommt eine Chance und macht das Tor und wir laufen so dem Rückstand hinterher“, sagte Feifel.

Mehr noch ärgerte den Trainer, der vor dem Gegner eindringlich gewarnt hatte, die grundsätzliche Einstellung. „Wir waren von Beginn an nicht konzentriert genug, haben läuferische Bereitschaft vermissen lassen und vorne fehlte es an Bewegung“, kritisierte er sein in den vergangenen Wochen oft gelobtes Team. Das ließ es neben den bereits erwähnten Defiziten auch am Zug zum Tor fehlen. „Da habe ich die nötige Konsequenz vermisst“, sagte Feifel.

So waren Chancen trotz gerade nach der Pause klarer Überlegenheit absolute Mangelware. Und so etwas wie spürbaren Druck bauten die Leverkusenerinnen überhaupt erst gegen Ende der Partie auf, nutzten die sich bietenden Gelegenheiten aber nicht aus. „In den Abschlusssituationen waren wir oftmals zu hektisch“, befand der Bayer-Coach.

Er wird nun hoffen, dass diese Niederlage als Warnschuss zur rechten Zeit dient. Denn in der Liga wartet eine anspruchsvolle Aufgabe. Am Sonntag empfangen die Leverkusenerinnen mit der TSG Hoffenheim eines der Spitzenteams der vergangenen Saison.

Bayer 04 Klink – Marti, Friedrich, Brüggemann, Sahlmann (68. Kerschowski) – Wirtz, Wich (88. Turanyi) – Rackow (64. Wieder), Zeller – Nikolic, Rudelic (47. Kögel).