1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen
  4. Sport Leverkusen und Leichlingen

Bayer 04 Leverkusen: Fußballerinnen trainieren hart für Derby in Köln

Wegweisendes Nachbarschaftsduell : Fußballerinnen trainieren besonders hart für das Derby in Köln

In der Frauenbundesliga treten die Fußballerinnen von Bayer 04 gegen die des 1. FC Köln an. Coach Achim Feifel bemerkt eine hohe Spannung im Team.

Seit mehr als zehn Jahren wird bei Bayer 04 und beim 1. FC Köln Frauenfußball gespielt. Derbys in der Bundesliga gab es in dieser Zeit allerdings erst zwei – das bislang letzte im März 2016. Entsprechend groß ist die Vorfreude der Leverkusenerinnen auf das Nachbarschaftsduell am Samstag um 13 Uhr im Südstadion. „Natürlich ist das für alle etwas Besonderes“, sagt Coach Achim Feifel.

Das konnte er auch unter der Woche beobachten. Denn es war noch mehr Zug als üblich in den Übungseinheiten. „Wir haben richtig gut trainiert“, betont Feifel. Das führt er in erster Linie auf das Duell mit dem FC zurück. Allerdings haben natürlich auch die Umstände ihren Teil beigetragen, denn so viele Feldspielerinnen wie jetzt standen ihm bislang noch nicht zur Verfügung. Jessica Wich, Isabel Kerschowski, Saskia Meier oder Antonia Göransson konnten ins Mannschaftstraining einsteigen. Der Stimmung nicht geschadet haben aber sicher auch die beiden Siege zuletzt gegen Jena in der Liga und in Frankfurt im Pokal.      

In den wenigen Bundesliga-Duellen der rheinischen Nachbarn siegte bisher stets Bayer 04 (2:1 in Köln, 2:0 zu Hause in der Saison 2015/16). Und das soll freilich auch am Samstag so bleiben. Allerdings müssen sich die Leverkusenerinnen auf einen sehr motivierten Gegner einstellen. Dafür sorgt schon die Tatsache, dass gleich ein halbes Dutzend Kölnerinnen einst unterm Bayer Kreuz spielten. Drei davon verpflichtete der Aufsteiger in diesem Sommer: Madeline Gier (2017 bis 2019 bei Bayer) direkt aus Leverkusen, Eunice Beckmann (2010 bis 2013) von Madrid CFF und Rachel Rinast (2016 bis 2017) von ASA Tel-Aviv. Bereits zum Zweitliga-Kader des FC gehörten Isabelle Linden, Nina Windmüller, und Anna Kirschbaum. Ein Wiedersehen gibt es freilich auch für drei Leverkusenerinnen, die nach dem Abstieg 2018 von der Domstadt unters Bayerkreuz gewechselt waren: Laura Sieger, Juliane Wirtz und Ann-Kathrin Vinken.  

In erster Linie geht es am Samstag aber nicht um die Vergangenheit oder das Treffen mit alten Bekannten, sondern um die Zukunft. Damit die auch kommende Spielzeit erstklassig ist, wäre ein Sieg für Feifel und seine Schützlinge Gold wert. Aktuell liegen sie fünf Zähler vor den Domstädterinnen auf dem ersten Abstiegsplatz. Personell sieht es trotz der vollen Trainingsgruppe nicht gut aus. Für die Rückkehrerinnen kommt das Derby zu früh – und unter der Woche hat sich nun auch noch Pauline Wimmer krankgemeldet.