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Bayer 04 Leverkusen: Fußballerinnen sind in Hoffenheim Außenseiter

Fußball, Frauen-Bundesliga : Fußballerinnen sind Außenseiter beim Wiedersehen mit der TSG

Im Pokal hatten Bayers Bundesliga-Fußballerinnen gegen die TSG Hoffenheim im Elfmeterschießen zuletzt die Nase vorn. Nun kommt es zum Duell im Oberhaus.

Zwei Wochen nach dem packenden Pokalduell beider Teams kommt es für Bayers Fußballerinnen am Sonntag um 13 Uhr im Sinsheimer Dietmar-Hopp-Stadion zu einem raschen Wiedersehen mit Hoffenheim, diesmal zum Ligaspiel. An das letzte Aufeinandertreffen haben die Leverkusenerinnen, die sich im Elfmeterschießen durchgesetzt hatten, naturgemäß deutlich bessere Erinnerungen als der Gegner. „Der Sieg macht die Sache natürlich nicht einfacher – die TSG wird hochmotiviert sein“, erwartet Trainer Achim Feifel.

Aber auch seine Schützlinge haben sich fest vorgenommen, mit einem starken Auftritt den Ausrutscher gegen Köln wieder wettzumachen. „Die Punkte, die wir vergangene Woche ausgelassen haben, möchten wir gerne wieder aufholen – warum nicht in Sinsheim?“, fragt der Übungsleiter im Bewusstsein, dass seine Schützlinge auch im Ligaspiel beim Champions League-Teilnehmer als Außenseiter gelten.

In die Karten spielen könnte Bayer just die Europapokal-Teilnahme der Gastgeberinnen. Denn das Ligaspiel gegen Leverkusen liegt genau zwischen den beiden Treffen mit Champions League-Titelverteidiger Barcelona, von denen Hoffenheim das erste unter der Woche 0:4 verloren hat. Ableiten lässt sich aus der einseitigen Partie aber nicht viel. „Schließlich ist Barca das aktuell wohl beste Team Europas und überhaupt nicht mit uns zu vergleichen“, gibt Feifel zu bedenken.

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Lieber beschäftigt er sich mit den eigenen Möglichkeiten – und der Frage, wie sich aus der Zusatzbelastung der TSG Kapital schlagen lassen könnte. „Das Spiel in Spanien kann nur dann zu einem Vorteil werden, wenn wir von Beginn an eine hohe Intensität zeigen, das Tempo hochhalten und es mit einem guten Umschaltverhalten schaffen, immer wieder Nadelstiche zu setzen.“

Einfacher wird die Aufgabe sicher nicht durch die neuen Ausfälle. Caroline Siems wird mit einer Knieverletzung bis zur Winterpause ausfallen. Auch Verena Wieder, die gegen Köln erneut umgeknickt war, dürfte mehrere Wochen fehlen. Und mindestens für Sonntag wird auch Juliane Wirtz fehlen, die unter muskulären Problemen leidet.

Dafür kehren einige Spielerinnen zurück. Keeperin Friederike Abt steht ebenso wieder zur Verfügung wie Julia Pollak und Lilla Turanyi, die Siems und Turanyi ersetzen könnten. Für die Offensive, wo Wieder schmerzlich vermisst wird, kommt personelle Verstärkung aus der Reserve: Annika Enderle. Die variabel einsetzbare offensive Mittelfeldspielerin, die auch im Sturm auflaufen kann, hat eine gute Entwicklung genommen, trainiert schon seit einiger Zeit häufiger mit dem Bundesligateam und hat sich die Berufung verdient, weil sie in den Einheiten diese Woche erneut einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat.

Noch kein Thema für den Spieltagskader ist ein namhaftes Trio. Jessica Wich hat erst für die kommende Woche eine volle Trainingsfreigabe erhalten. Dina Blagojevic nimmt zwar an den Einheiten teil, muss aber noch Trainingsrückstand aufholen. Und Nina Brüggemann wird wohl erst in der Wintervorbereitung wieder einsteigen können.

Bis dahin wartet noch ein strammes Programm auf die Feifel-Elf, die es als aktueller Vierter zum Rückrunden-Ausklang beginnend mit dem Spiel in Sinsheim mit den vier ambitioniertesten Teams der Liga zu tun bekommt.