Bayer 04 Leverkusen: Fußballerinnen schlagen Gladbach 3:0 und bekommen frei

Hoffnung im Abstiegskampf : Fußballerinnen schlagen Gladbach 3:0 und bekommen frei

Das von Verena Hagedorn trainierte Bundesliga-Team aus Leverkusen setzt sich souverän mit 3:0 gegen den Tabellenletzten aus Mönchengladbach durch und macht dadurch auch einen Sprung in der Tabelle.

Verena Hagedorn war schon beschwingten Schrittes unterwegs Richtung Kabinentrakt, da kam die forsche Nachfrage nach einem trainingsfreien Tag. Die Trainerin von Bayers Fußballerinnen schmunzelte, nickte vernehmlich und erntete dafür begeisterten Jubel ihrer Schützlinge. „Was soll ich da machen, wenn die Meute sich einig ist“, sagte sie. Und schließlich hatten sich die Leverkusenerinnen den freien Tag auch verdient.

Durch das überzeugende 3:0 (2:0) gegen Schlusslicht Borussia Mönchengladbach zogen sie in der Tabelle an Bremen und Duisburg vorbei und dürfen sich nun berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt in der Bundesliga machen. Anlass zur Hoffnung bot nicht nur die Ausbeute der 90 Minuten, sondern insbesondere auch die Art und Weise, in der die Leverkusenerinnen den Sieg einfuhren. „Wir haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Eine tolle Leistung“, sagte Hagedorn.

Mit viel Energie und Entschlossenheit drängten die Gastgeberinnen von Beginn an Richtung gegnerisches Tor und erspielten sich Chance um Chance – auch, weil sie den Mitaufsteiger schon früh im Spielaufbau unter Druck setzten. Wenn doch einmal ein Ball verlorenging, schwärmte die Meute im Kollektiv aus und jagte das Spielgerät, bis sie es zurückerobert hatte. Der Gegner wirkte überfordert mit dem aggressiven Vollgas-Fußball der Leverkusenerinnen und konnte sich fast glücklich schätzen, dass bereits 15 Minuten absolviert waren, bis der Ball ein erstes Mal im Netz zappelte. Mit einem doppelten Doppelpass mit Henrike Sahlmann kombinierte sich Ivana Rudelic in den Strafraum und machte ihrem Ruf als Torjägerin alle Ehre. In der 39. Minute revanchierte sie sich bei der Teamkollegin für die Mithilfe, zog zur Grundlinie und fand Sahlmann im Rücken der Abwehr, die das hochverdiente 2:0 erzielte.

Bei allem Fokus auf die Offensive vernachlässigten die Leverkusenerinnen aber nicht die Abwehrarbeit. Es dauerte über eine Stunde, ehe die Borussia erstmals zu einer nennenswerten Torchance kam. Weil sich nun leichte Ungenauigkeiten einschlichen, schöpfte das Schlusslicht etwas Hoffnung. Doch die zehnminütige Drangphase überstand die Abwehr um die nun erstmals geforderte Keeperin Anna Klink unbeschadet. Bayer 04 fing sich, und Elisabeth Mayrs 3:0 (81.) sorgte dann für die Entscheidung.

„Dass wir nicht nur gewonnen, sondern auch noch zu Null gespielt haben, hat mich besonders gefreut“, betonte Hagedorn. Das machte der ehemaligen Nationalspielerin die Entscheidung über den freien Trainingstag leicht.

Bayer 04 Klink – Oliveira Leite, Friedrich (61. Meier), Wirtz, Ringsing – Sahlmann, Csiszár (77. Vinken) – Gier, Rudelic (65. Uebach), Mayr.

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