Bayer 04 Leverkusen: Fußballerinnen müssen nach unten schauen

Bittere Niederlage in Duisburg : Fußballerinnen müssen wieder nach unten schauen

Das gute Gefühl nach dem starken Saisonstart von Bayers Frauenteam ist nach dem 1:2 in Duisburg verpufft.

Bange Blicke ans untere Ende der Tabelle hätten sich Bayers Fußballerinnen in dieser Spielzeit gerne erspart. Zu Anfang der Saison ließen sie ihren Ankündigungen zum Thema auch entsprechende Taten folgen. Aber spätestens nach der 1:2-Niederlage beim bis dahin noch punktlosen Schlusslicht MSV Duisburg gehören die Leverkusenerinnen wieder zu den Teams, die sich Sorgen um den Klassenerhalt machen müssen. Denn durch den Ausrutscher beim Nachbarn beträgt der Abstand auf die Abstiegsränge nur noch drei Zähler – und die nächsten Aufgaben haben es durchaus in sich.

Auch ohne Blick auf den Spielplan war die Niederlage im PCC-Stadion wie schon die Heimpleite zuvor gegen Sand vermeidbar. Endlich gelang dem Team von Trainer Achim Feifel ein Blitzstart in eine Partie. Aber auch das 1:0 durch Milena Nikolic (7.) –- erzielt per Kopf nach Flanke von Henrike Sahlmann – brachte keine Sicherheit. Vielmehr ließen sich die Gäste durch die eigene Führung aus dem Tritt bringen. „Das Spiel haben wir leider selbst aus der Hand gegeben. Wir waren nicht mehr aktiv genug, eher schon passiv. So ist der Gegner leicht ins Spiel gekommen“, sagte der Bayer-Trainer.

Duisburg nutzte diese Phase der Lethargie gnadenlos aus. Erst traf Kathleen Radtke per Foulelfmeter zum verdienten Ausgleich (33.). Und noch vor der Pause legte Kristina Maksuti auch noch das Tor des Tages nach (40.). Es gab den Ausschlag, weil Bayer nach dem Seitenwechsel zwar deutlich verbessert auftrat, die eigene Überlegenheit aber (auch durch mangelnde Zielstrebigkeit) nicht in Tore münzen konnte. Daran vermochte auch Neuzugang Antonia Göransson nichts ändern, die zu ihrem ersten Kurzeinsatz kam.

Einfacher werden die Aufgaben für Feifel und sein Team freilich nicht. Denn als nächstes empfangen die Leverkusenerinnen den Überraschungszweiten Hoffenheim. Die Partie findet bereits am Freitag statt, da sie vom TV-Sender Eurosport live übertragen wird. Anstoß im Ulrich-Haberland-Stadion ist um 19.15 Uhr.    

Bayer Klink – Vinken (74. Rudelic), Friedrich, Barth, Wirtz – Csiszßar, Sahlmann, Wimmer, Jessen (58. Rackow) – Zeller (80. Göransson), Nikolic.

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