Bayer 04 Leverkusen: Fußballerinnen müssen nach 2:4 weiter zittern

Entscheidung vertagt : Fußballerinnen müssen nach 2:4 weiter zittern

In der Frauenfußball-Bundesliga verliert das Team von Bayer 04 in Frankfurt, bekommt aber eine letzte Chance gegen Essen.

Die Enttäuschung stand Bayers Fußballerinnen ins Gesicht geschrieben. Obwohl sie alles versucht und dem 1. FFC Frankfurt im Stadion am Brentanobad einen packenden Kampf geliefert haben, standen sie am Ende mit leeren Händen da. Nach dem 2:4 (1:2) am Main geht das Zittern um den Klassenerhalt in der Bundesliga weiter. Aber auch die Hoffnung lebt, da der SV Werder sein Heimspiel gegen den SC Sand ebenfalls verlor. Vor dem letzten Spieltag liegt das Team von Trainerin Verena Hagedorn weiter punktgleich hinter den Bremerinnen, die ihnen die bessere Tordifferenz voraus und auch noch ein Nachholspiel gegen den FC Bayern in der Hinterhand haben.

„Die Mädels sind natürlich sehr geknickt. Aber wir haben immer noch die Möglichkeit, den Klassenerhalt zu schaffen“, sagte Co-Trainer Eskander Zamani. In Abwesenheit von Hagedorn, die nach ihrer Lungenentzündung einen Rückfall erlitt, betreute er das Team in Frankfurt erneut alleine – und sah erneut eine ordentliche Leistung.

Nach dem 0:1 durch Laura Freigang (18.) belohnten sich die Gäste für ihre Leistungssteigerung und kamen durch Ivana Rudelic zum Ausgleich (23.). Allerdings schafften sie es nicht, Frankfurt dauerhaft vom Tor fernzuhalten und stellten sich in der Abwehr bisweilen ungeschickt an. Das bestraften sowohl Tanja Pawollek (42.) als auch Laura Feiersinger (53.).

Und just als Henrietta Csiszár verkürzten und wieder Hoffnung aufkeimte (75.), stellte Laura Störzel nur eine Minute später den alten Vorsprung wieder her. „Uns fehlte am Ende auch das nötige Quäntchen Glück“, sagte Zamani und verwies auf den Lattentreffer von Merle Barth (81.) sowie den Pfostentreffer von Sandra Maria Jessen (82.).

Die große Moral soll am letzten Spieltag beim gegen Essen der Trumpf für Bayer 04 sein. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und mindestens einen Punkt holen. Auch Bremen steht stark unter Druck. Sie wissen, dass wir nächste Woche zu Hause spielen. Am Ende wird es darauf ankommen, wer die Nerven behält“, betonte Hagedorns Vertreter Zamani.

Bayer 04 Klink – Friedrich, Barth, Meier, Ringsing – Wirtz, Sahlmann (63. Uebach), Csiszár – Rudelic (83. Wimmer), Jessen, Mayr (72. Gier).

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