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Bayer 04 Leverkusen: Fußballerinnen müssen im Pokal beim 1. FC Köln ran

Fußball, Frauen-DFB-Pokal : Fußballerinnen treffen auf einen speziellen Zweitligisten

Im Pokal geht es für Bayers Frauen am Sonntag zu den Rivalinnen des 1. FC Köln. Beide Seiten dürften den intensiven Abstiegskampf der vergangenen Bundesliga-Saison nicht vergessen haben, den Leverkusen hauchdünn für sich entschied.

Beide Teams hätten zweifellos leichtere Lose für die zweite Pokalrunde erwischen können. Trotzdem war der Jubel beidseits des Rheins groß. Bayers Fußballerinnen freuen sich auf das Nachbarschaftsduell bei den Frauen des 1. FC Köln (Sonntag, 18 Uhr). „Ein tolles Los“, sagt Coach Achim Feifel. Und auch die Gastgeber sind in Derby-Laune. Viereinhalb Monate ist das letzte Aufeinandertreffen her. Damals gewannen die Leverkusenerinnen 3:1. Das ist einer der Gründe, weshalb die Kölnerinnen jetzt zweitklassig Fußball spielen und Bayer weiter Erstligist ist. Im wohl engsten Abstiegskampf der Liga-Historie blieben Duisburg und Leverkusen nur hauchdünn über dem Strich – weil die punktgleichen Domstädterinnen das schlechtere Torverhältnis aufwiesen.

Das hat rund um das Geißbock-Heim niemand vergessen. Im Pokal sind die Kölnerinnen freilich Außenseiter, aber Feifel warnt mit Nachdruck davor, sie auf die leichte Schulter zu nehmen. Während andere Absteiger auseinanderbrechen, hat der FC sogar noch aufgerüstet und mit namhaften Verstärkungen aufhorchen lassen.

Von den Abgängen fallen einzig Keeperin Elvira Herzog (SC Freiburg) und Lucia Ondrušová (Sparta Prag) ins Gewicht. Vom FC Bayern verpflichtete Köln Mandy Islacker, vom SC Freiburg Sharon Beck und (die derzeit verletzte) Lena Lotzen, von Paris FC Marith Müller-Prießen und vom SC Sand Torfrau Manon Klett. Zusätzlich kehrte Junioren-Nationalspielerin Alicia-Sophie Gudorf vom College-Soccer-Team der University of Central Florida (UCF Knights) zurück. „Keine Frage. Der FC ist kein normaler Zweitligist“, betont Bayers Trainer.

Ein Wiedersehen gibt es beim Pokalspiel für mehrere Spielerinnen auf beiden Seiten. Die Kölnerinnen haben im Sommer zwar die Ex-Leverkusenerinnen Isabelle Linden (Karriereende), Madeline Gier (Recklinghausen), Lara Heß (SC West Köln) und Anna Kirschbaum (eigene Reserve) verloren. Aber im Kader stehen in Rachel Rinast, Eunice Beckmann sowie den Zugängen Beck und Müller-Prießen immer noch vier Spielerinnen mit Bayer-Vergangenheit. Geißbock-Hintergrund haben auf der anderen Seite die aktuellen Leverkusenerinnen Ann-Kathrin Vinken und Juliane Wirtz, deren Wechsel auf die rechte Rheinseite nicht nur den Bayer-Frauen genutzt hat, sondern auch der Werkself, folgte ihr doch später auch ihr talentierter Bruder Florian.

In der aktuellen Saison läuft es für beide Nachbarn glänzend. Bayer belegt Platz fünf in der Bundesliga. Der FC führt nach drei Siegen aus ebenso vielen Partien die Südstaffel der zweiten Liga an.