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Bayer 04 Leverkusen: Fußballerinnen feiern zwei Testspielsiege

Werkself-Frauen im Trainingslager : Feifel beschwört Teamgeist am Wiesensee

Der Coach der Fußballerinnen von Bayer 04 bereitet sein Team im Westerwald auf die neue Saison in der Bundesliga vor. Ziel ist, aus dem mit elf Zugängen runderneuerten Kader eine Einheit zu formen.

Rund eine Autostunde von Leverkusen entfernt bereiten sich Bayers Fußballerinnen in dieser Woche auf die neue Bundesliga-Spielzeit vor. Trainer Achim Feifel und seine Schützlinge bestreiten bis Sonntag ein Trainingslager am Wiesensee im Westerwald, wo 2006 auch die tschechische Nationalmannschaft ihr WM-Quartier aufschlug. Vom Trubel am See, der vor allem am Wochenende viele Besucher von nah und fern anzieht, werden die Leverkusenerinnen dabei nur wenig mitbekommen – und das ist durchaus so gewollt. „Das Hotel ist ziemlich abgelegen. Wir können uns dort voll auf das Training konzentrieren“, betont der Übungsleiter.

Die Schwerpunkte liegen bei den bis zu drei Trainingseinheiten täglich im konditionellen und gruppentaktischen Bereich. Aber auch Einheiten zum sogenannten Teambuilding sind geplant. Schließlich steht Feifel vor der Herausforderung, den 30 Spielerinnen starken Kader auf und neben dem Platz zur einer Einheit zu formen. Das ist angesichts des großen Umbruchs mit elf Zugängen eine anspruchsvolle Aufgabe. Viele Gelegenheiten für Testspiele bieten sich in Zeiten von Corona-Beschränkungen leider auch nicht. So wurde die ursprünglich für Samstag geplante Begegnung mit Standard Lüttich abgesagt. Der belgische Erstligist darf derzeit nicht ins Ausland reisen. Als Ersatz wurde ein internes Testspiel angesetzt.

Lediglich Pauline Wimmer (Kreuzbandriss) und Nicole Banecki (Rückenprobleme) fuhren nicht mit an den Wiesensee. Den verließ die jüngste Spielerin im Kader nun aus erfreulichem Anlass. Sofie Zdebel, die vor wenigen Tagen ihren 16. Geburtstag feierte, nimmt seit Mittwoch an einem Lehrgang der U17-Nationalmannschaft im niederbayrischen Bad Gögging teil. Kein Thema war die Woche am Wiesensee ohnehin für Antonia Göransson. Die Schwedin gehörte nicht mehr zum Bundesliga-Kader, wurde nur noch als Spielerin der Reserve geführt. Nun wurde der bis 2021 geschlossene Vertrag unterm Bayer-Kreuz für einen Wechsel in ihre Heimat (zum schwedischen Erstligisten Växjö DFF) aufgelöst.

Zwei Mal hatte Feifel bisher Gelegenheit, sein stark verändertes Team unter Wettkampfbedingungen zu beobachten. Dabei nutzte er die Chance, viele unterschiedliche personelle Konstellationen auszuprobieren. „Wir wollten sehen, wie die unterschiedlichen Mannschaften zusammen auf dem Platz harmonieren“, erläuterte der Trainer. Zudem habe so jede Spielerin die Möglichkeit gehabt, einmal auf ihrer erklärten Wunschposition zum Einsatz zu kommen.

Für zwei Pflichtsiege langte es trotz Personalrochaden. Gegen die eigene Reserve (Regionalliga West) gewann die Feifel-Elf mit 5:0 (Tore: Milena Nikolic/2, Henrike Sahlmann, Jessica Wich, Juliane Wirtz). Die Partie gegen den Zweitligisten 1. FC Köln endete wegen eines Gewitters vorzeitig in der 76. Minute beim Stand von 2:1 für Bayer. Ein Eigentor der Domstädterinnen (38.) und Sandra Maria Jessen (52.) hatten die Leverkusenerinnen in Front gebracht. Der Anschluss gelang dem FC per Strafstoß nach Foul von Zugang Nina Brüggemann (57.).