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Bayer 04 Leverkusen: Fußballerinnen enttäuschen bei 2:2 gegen Meppen

Fußball, Frauen-Bundesliga : Remis gegen Meppen macht Feifel wütend

Bayers Fußballerinnen sind mit einem 2:2 im Heimspiel gegen Meppen am Ende noch gut bedient. Trainer Achim Feifel findet klare Worte für die durchwachsene Leistung seines Teams.

Anna Klinks Fingerspitzen bewahrten Bayers Fußballerinnen vor Schlimmeren. Die Nachspielzeit war bereits abgelaufen, da lenkte die Torfrau einen gefährlichen Fernschuss auf den Winkel gerade noch zur Ecke und verhinderte so den Siegtreffer des SV Meppen. Aber auch das gerettete 2:2 (1:1) gegen den Abstiegskandidaten drückte auf die Stimmung bei den Leverkusenerinnen. „Die Enttäuschung ist groß. Wir hatten uns hier mehr erhofft und wollten ganz klar mit drei Punkten aus dem Spiel gehen“, sagte Kristin Kögel.

Ärgerlich war die Punkteteilung allemal. Zweimal ging Bayer 04 in Front und musste jeweils den Ausgleich hinnehmen. Mina Tanakas Willensleistung zum 1:0 (39.) beantwortete Janelle Flaws mit dem Halbzeitpfiff (45.). Und die erneute Führung durch Milena Nikolic (68.) egalisierte Meppens Linda Preuß (82.). Das Remis ging – trotz Leverkusener Überlegenheit gerade im ersten Durchgang – durchaus in Ordnung. Und das nicht nur, weil die um den Klassenerhalt kämpfenden Emsländerinnen nie aufsteckten und unermüdlich rackerten. „Wir waren heute auf gar keinen Fall besser als Meppen. Deshalb war der Punkt für sie hochverdient. Damit müssen wir leben. Das habe ich auch dem Team so gesagt“, betonte Trainer Achim Feifel.

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Der enttäuschende Auftritt wird die Leverkusenerinnen in den zwei Wochen bis zum nächsten Spiel  am Pfingstsonntag gegen Primus FC Bayern beschäftigen. „Wir werden das Ganze jetzt analysieren, darauf aufbauen und es dann gegen München hoffentlich besser machen“, warf Kögel einen Blick voraus auf das Spitzenspiel, das live bei Eurosport zu sehen sein wird.

Das wird allein aufgrund der Spielidee des Gegners wohl eine komplett andere Partie. Aber die Defizite aus dem Duell gegen Meppen gilt es freilich dennoch zu benennen und abzustellen, soll das Treffen  mit dem Branchenführer nicht mit einer deutlichen Niederlage für die Leverkusenerinnen enden. „Wir haben heute überhaupt nicht das auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen haben“, ärgerte sich Feifel. Die ausgegebene Leitlinie – den Gegner mit aggressivem Pressing unter Druck zu setzen – sei fast gar nicht zu erkennen gewesen.

Auch offensiv war der Trainer nicht einmal im Ansatz zufrieden mit der Darbietung seiner Schützlinge. „Es gab Spielerinnen, da weiß ich nicht, ob die in 90 Minuten überhaupt einen einzigen Pass zu einer Mitspielerin gebracht haben“, schimpfte er. Zusammenfassen lässt sich die Analyse mit einem ebenso kurzen wie deutlichen Satz: „Das war insgesamt zu wenig.“

Einen kleinen Trost hielt der Spieltag bei aller Enttäuschung aber doch noch bereit. Durch das Remis rückte Bayer auf Platz vier vor und liegt nun einen Zähler vor Potsdam und drei vor Frankfurt – allerdings bei jeweils (im Fall der Eintracht sogar deutlich) schlechterer Tordifferenz. Zudem war die tabellarische Verbesserung auch der Tatsache geschuldet, dass das eigentlich direkte Duell dieser beiden Kontrahenten nach einem positiven Corona-Test bei einer Frankfurterin ausgefallen war.

Bayer Klink – Kerschowski, Brüggemann, Turanyi, Sahlmann (46. Kempe) – Rackow (46. Matysik), Csiszár (69. Machtens), Kögel (69. Wirtz), Zeller – Tanaka, Nikolic.